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Seit zwei Jahren gibt es das Angebot der Stadt Rinteln

Beim Frauen-Single-Treff bleiben Männer vor der Tür

Rinteln (clb). Ob Theaterfahrten, gemütliche Kaffeerunden, gemeinsame Fahrradtouren, knifflige Kartenspiele oder Strampeln auf den beliebten Draisinen - zwischen fünf und 20 Frauen nehmen generell an den abwechslungsreichen Veranstaltungen des Schaumburger Single-Frauen-Treffs teil. Ein Angebot der Stadt Rinteln, das inzwischen über zwei Jahre besteht und sich mittlerweile einen guten Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus erworben hat. Denn nicht nur Frauen aus Rinteln und Umgebung nehmen daran teil, sondern auch welche aus Stadthagen, Bückeburg oder Bad Eilsen.

veröffentlicht am 23.09.2008 um 00:00 Uhr

Heidrun Korfhage

"Beim ersten Treffen sind etwa 25 Teilnehmerinnen gekommen", erinnert sich Heidrun Korfhage, die von Anfang an mit dabei war und kurz nach der Gründung die organisatorische Funktion von Initiatorin Kirstin Büthe übernommen hat. "Und wir waren uns noch nicht so ganz sicher, ob ein solches Angebot Sinn macht." Doch nach und nach habe man festgestellt, dass der Bedarf durchaus da sei. "Wir sitzen zusammen, um zu erzählen, etwas zu unternehmen oder einfach nur, um zu klönen." Dabei habe sie von Anfang an den Gedanken gehabt, so Heidrun Korfhage, keine durchorganisierten Veranstaltungen anzubieten. Vielmehr sollte jede Frau ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zu den Treffen mitbringen. Und wahrgenommen wird das städtische Angebot inzwischen von Frauen der verschiedensten Zielgruppen - von alleinstehenden oder geschiedenen Frauen, Witwen, aber auch von welchen, die noch oder wieder in einer Partnerschaft leben und an gemeinschaftlichen Unternehmungen oder neuen Kontakten interessiert sind. Hauptsächlich sind es Frauen ab dem 45. Lebensjahr aufwärts - jedoch allerdings ausschließlich weibliche Kontakte, wie Heidrun Korfhage ausdrücklich betont: "Wir wollen ganz bewusst keine Kontaktbörse sein, sondern nur unsere Freizeit gemeinsam gestalten." Deshalb müssen Männer bei den regelmäßigen Zusammenkünften in der Walliser Kanne, wo sich die Truppe immer freitags im 14-tägigen Rhythmus um 19.30 Uhr trifft, draußen bleiben. "Was jedoch keinesfalls bedeutet, dass wir etwa männerfeindlich sind!" Oft wird Heidrun Korfhage auch von Männern angesprochen, die Interesse äußern, einmal dazu kommen zu wollen - denen muss sie dann leider einen "Korb" geben. "Die Lockerheit, die bei unseren Treffen entstanden ist, wäre nicht mehr in der Form da, wenn Männer hinzukommen würden", weiß Heidrun Korfhage. Ohnehin sei ein Mann an der Seite "nicht das A und O" - viele Frauen hätten sich durch den Single-Treff erst richtig kennengelernt und somit Gleichgesinnte gefunden, die in schwierigen Situationen ein offenes Ohr hätten. Wer nun Lust bekommen hat, auch einmal bei den Zusammenkünften vorbeizuschauen, kann sich bei Heidrun Korfhage melden, die auch gerne bereit ist, weitere Auskünfte zu geben: (05751) 923059.

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