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Vor Gericht: 74-Jähriger flüchtet nach Unfall / Zu 960 Euro Geldstrafe und Fahrverbot verurteilt

Beim Ausparken 30-jährigen Rintelner verletzt

Rinteln (maf). Fahrlässige Körperverletzung, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Beleidigung - für diese Vergehen muss ein 74-jähriger Autofahrer nun eine Geldstrafe von 960 Euro zahlen und zwei Monate auf seinen Führerschein verzichten.

veröffentlicht am 30.09.2006 um 00:00 Uhr

Im August vorigen Jahres war der Rentner mit seinem Mercedes rückwärtsaus einer Parklücke gefahren und hatte dabei einen 30-Jährigen aus Rinteln am Knie verletzt. Der wollte gerade mit seinem vollen Einkaufswagen zu seinem Auto und schilderte vor Gericht: "Ich hatte nur noch Schmerzen und bin zusammengesackt." Der Mercedes habe ihn so unglücklich am Knie getroffen, dass er zwei Monate mit Krücken habe gehen müssen. Er habe den Rentner sofort danach auf den Unfall aufmerksam gemacht: "Sie haben mich angefahren!" Der Rentner habe aber nur kurz die Autotür geöffnet, ihn beschimpft und dabei den "Stinkefinger" gezeigt. Dann sei der Mann einfach davon gefahren. Was die Partnerin des Geschädigten bezeugen konnte. Später untersuchten zwei Polizisten den Mercedes, konnten am Heck aber keine Hinweise auf eine Berührung feststellen. Eine härtere Bestrafung vor Augen, besann sich der von Rechtsanwältin Anja Gellermann verteidigte Rentner am Ende der Verhandlung und nahm den Einspruch gegen den früher erlassenen Strafbefehl zurück. Damit bleibt es bei der Geldstrafe von 960 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot.

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