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CDU-Versammlung wählt parteilosen Juristen zum Bürgermeisterkandidaten

Beifall für Klaus Blome

Bad Pyrmont. Er war am Anfang leicht aufgeregt, am Ende war alles gut. Mit 30 von 31 abgegebenen Stimmen haben die Mitglieder der Pyrmonter CDU den Rechtsanwalt und Notar Klaus Blome zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gemacht. Nur ein einziger Versammlungsteilnehmer stimmte gegen ihn. Blome soll am 25. Mai zumindest gegen die Amtsinhaberin Elke Christina Roeder (SPD) antreten. Weitere Kandidaten sind zurzeit jedenfalls nicht bekannt.

veröffentlicht am 24.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.03.2014 um 13:44 Uhr

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Es war der erste Auftritt des 48-jährigen Juristen vor der Partei, der er gar nicht angehört, denn er geht als Parteiloser ins Rennen. Doch das ist an diesem Abend kein Thema. Und auch sonst hat niemand in der Runde eine Frage an den verheirateten Familienvater, der seit gut zwei Jahrzehnten in Bad Pyrmont lebt und arbeitet. Dass er Bad Pyrmonter sei, sei der wichtigste Grund für den Parteivorstand gewesen, ihn als Kandidaten vorzuschlagen, begründet der Vorsitzende Dirk Wöltje die am 11. Dezember einstimmig beschlossene Entscheidung. Natürlich spiele aber auch seine Erfahrung als Rechtsanwalt und Notar eine entscheidende Rolle. „Wir glauben, mit ihm einen überzeugenden Kandidaten für die Wahl aufzustellen“, so Wöltje, der das Votum der Versammlung für Blome eindrucksvoll nennt.

Der selber spricht von einer großen Ehre und Freude und davon, dass er die Entscheidung zur Kandidatur gemeinsam mit seiner Ehefrau Silke getroffen habe. Für ihn habe sich mit dem Angebot eine Tür geöffnet. „Ich mache meinen Beruf gerne, aber so eine Chance bekommt man kein zweites Mal“, stellt er fest. Doch die Christdemokraten wollen auch hören, wie er gedenkt, als Bürgermeister zu agieren. So viel wird klar – nicht ohne sie, denn er appelliert an das Wirgefühl aller Pyrmonter, die sich gemeinsam für das wunderschöne Bad Pyrmont engagieren müssten, um die Stadt voranzubringen.

Sein Ton ist wie sein Auftreten freundlich. Seine fehlende kommunalpolitische Erfahrung müsse kein Nachteil sein, sondern könne ihm die Möglichkeit eröffnen, einen anderen Standpunkt einzunehmen. „Ich kann zuhören und mir ein Bild machen“, sagt er und kündigt an, ein „Moderator zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung“ sein zu wollen, wofür er Applaus erhält. Als Rechtsanwalt müsse er Durchsetzungsstärke haben, als Notar in der Lage sein zu vermitteln. „Aber am Ende müssen es die Argumente sein, die zählen.“

Blome spricht an diesem Abend viel über die Notwendigkeit, Lösungen für die drängenden Probleme zu finden und fordert Dialogbereitschaft. Die Parteien müssten sich sicherlich unterscheiden, ihre Alleinstellungsmerkmale herausstellen, sie müssten aber auch in der Lage sein, den Konsens zu finden. Er lässt keines der Themen aus, erwähnt die Bad Freienwalder Brücke ebenso wie ein neues Feuerwehrhaus, die Schulträgerschaft für das Gymnasium und die Probleme der Ortsteile oder Angebote auch für jüngere Pyrmonter. Im Wesentlichen beschreibt er den bekannten Zustand, bleibt aber im Lösungsansatz („Der Kampf gegen den Leerstand darf nicht verloren gegeben werden!) wenig konkret. Er sei noch ein Lernender, bekennt er und stellt fest: „Ich bin nicht derjenige, mit dem sofort alles besser wird.“ Wohl aber derjenige, der die Entwicklung positiv voranbringen werde.

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