weather-image
23°
Überraschender Auftragsboom für die Hamelner Baumaschinenfabrik

Bei Volvo läuft es wieder rund

Hameln / Göteborg / München (mafi). Am Ende war die Krise viel schneller beendet als erwartet: Bei Volvo CE an der Hamelner Kuhbrückenstraße läuft es wieder rund, Fabrikchef Udo Heukrodt spricht von einem „sehr hohen Auftragseingang“. Er erwartet im dritten Quartal die Vollauslastung. „Wir sind seit Januar von 0 auf 100 gekommen“, sagte Heukrodt gestern gegenüber der Dewezet. „Jede Woche kommen nun neue Aufträge herein.“ 60 Leiharbeitskräfte seien bereits zur Sicherstellung der Produktion hinzugezogen worden.

veröffentlicht am 23.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Walzen, Fräsen und Asphaltfertiger aus Hameln sind auf dem Weltm

Hameln / Göteborg / München (mafi). Am Ende war die Krise viel schneller beendet als erwartet: Bei Volvo CE an der Hamelner Kuhbrückenstraße läuft es wieder rund, Fabrikchef Udo Heukrodt spricht von einem „sehr hohen Auftragseingang“. Er erwartet im dritten Quartal die Vollauslastung. „Wir sind seit Januar von 0 auf 100 gekommen“, sagte Heukrodt gestern gegenüber der Dewezet. „Jede Woche kommen nun neue Aufträge herein.“ 60 Leiharbeitskräfte seien bereits zur Sicherstellung der Produktion hinzugezogen worden. Ab dem Sommer werde Volvo voraussichtlich auch eigene Einstellungen vornehmen, wenn auch zunächst mit befristeten Verträgen. Getragen werde das Geschäft vor allem durch die Nachfrage aus China, aber auch in Westeuropa und Russland werden laut Heukrodt wieder Baumaschinen geordert. Während der weltweiten Wirtschaftskrise waren die meisten Märkte stark eingebrochen. 2009 schrumpfte die weltweite Nachfrage in den Produktsegmenten von Volvo CE im Vergleich zu 2008 um 39 Prozent.

Die „sehr positive Stimmung in der Branche“ ist nach Worten Heukrodts auch auf der Bauma 2010 in München zu spüren. Auf der weltgrößten Baumaschinenmesse, die morgen endet, ist der Volvo-Konzern einer der größten Aussteller. Die Hamelner Sparte tritt dort mit sechs Walzen, drei Asphaltfertigern und einer Fräse auf. „Das war eine sehr erfolgreiche Woche“, betont Heukrodt in Hinsicht auf das Messegeschäft – und mit Blick auf die Aktie des schwedischen Konzerns Volvo AB, zu dem auch das Hamelner Werk gehört. Volvo AB fährt überraschend hohe Gewinne ein und füllt seine Auftragsbücher immer schneller. Wie das Unternehmen gestern in Göteborg mitteilte, brachte das erste Quartal einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden Kronen (175 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte Volvo noch einen Verlust von 4,2 Milliarden Kronen zu verkraften. Die Volvo-Aktie zog nach Bekanntgabe der positiven Zahlen um 10,6 Prozent an. Konzernchef Leif Johansson verwies auf einen Anstieg des Auftragseingangs um 15 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2009. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres habe er sich mehr als verdoppelt. „Alle Konzernsparten sind profitabel gewesen“, sagte Johansson. Für die Branche insgesamt erwartet Volvo in diesem Jahr einen Zuwachs um 15 Prozent.

Auf der Bauma betonte der Präsident von Volvo Construction Equipment (Volvo CE), Olof Persson, dass die Krisenphase genutzt worden sei, die Effizienz bei der Produktion und den Produkten zu steigern. Volvo wolle das Wachstum in Asien nutzen, um sich weiter so positiv zu entwickeln.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt