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14 neue Schulsanitäter treten in der Schule Am Schlosspark ihren Dienst an / Verantwortung lernen

Bei Verletzungen immer rasch zur Stelle

Stadthagen (kcg). Um ihren Mitschülern künftig bei Schürfwunden, kleinen Wehwehchen, aber auch ernsthaften Verletzungen wie Knochenbrüchen helfen zu können, haben 14 Neuntklässer der Stadthäger Schule Am Schlosspark an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. Als neue Schulsanitäter lösen die Jugendlichen 20 Schüler des zehnten Jahrgangs ab, die sich schon seit einem Jahr als Schulsanitäter engagieren.

veröffentlicht am 28.01.2008 um 00:00 Uhr

Sind bei Verletzungen und kleinen Wehwehchen sofort zur Stelle:

Es war nicht inszeniert, sondern reales Leben: Während der Pressekonferenz öffnet ein Schüler ruckartig die Tür der Schulmensa und berichtet außer Atem, dass sich ein Klassenkamerad im Sportunterricht verletzt hat. Maren Siekmann (16) und Yvonne Milkau (14) hören konzentriert zu, schnappen sich die leuchtend rote Erste-Hilfe-Tasche und sausen los, um ihren Mitschüler fachmännisch zu verarzten. "Genau für solche Fälle wurden die Schulsanitäter ausgebildet", sagt Elke Klos vom DRK, die den Jugendlichen in 16 Schulstunden die Grundlagen der Erstversorgung von Verletzten und Erkrankten vermittelt hat. "Die 14 Jungen und Mädchen sind in der Schule die erste Anlaufstelle für verletzte Schüler und müssen besonnen und konzentriert entscheiden, was in welcher Situation zu tun ist", beschreibt Klos die Aufgaben der Sanitäter. Es sei ein großer Gewinn für die Haupt- und Realschule, dass der Sanitätsdienst auch nach dem Abschluss der jetzigen Ersthelfer aus den zehnten Klassen, die die Schule im Sommer verlassen werden, weitergeführt werden könne, freut sich Edith Hempelt. Die Lehrerin hatte sich für die Einrichtung des Sanitätsdienstes Anfang 2007 stark gemacht. "Die Schüler lernen durch ihr ehrenamtliches Engagement als Sanitäter, Verantwortung zu übernehmen und erwerben wichtige soziale Kompetenzen", erläutert Hempelt und betont, dass die Möglichkeit, sich als Schulsanitäter ausbilden zu lassen, sehr gut bei den Jugendlichen ankomme. Mit viel Spaß und Motivation bei der Sache ist auch die 14-jährige Yvonne Milkau, die schon mehrmals die Gelegenheit hatte, ihr Wissen praktisch anzuwenden. "Ein Junge aus der fünften Klasse kam zu mir, weil er sich den Arm überdehnt hatte. Den habe ich dann sofort gekühlt und bin mit dem Jungen zum Arzt gegangen, um den Arm vorsichtshalber röntgen zu lassen", schildert die Schülerin stolz, die sich durchaus vorstellen kann, später im medizinischen Bereich zu arbeiten.

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