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Wie das Geld aus Berlin verwendet wird

Bei Bioenergie will die Region die Nase vorn haben

Weserbergland (wol). „Leidenschaft, Engagement und Herzblut“ spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Teilnehmern des Wettbewerbs „Bioenergie-Regionen“ zu. Das Weserbergland gehört zu den 25 Siegern des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ausgelobten und mit bis zu 400 000 Euro pro Region geförderten Bundeswettbewerbs. In einem mehrstufigen Verfahren wurden unter 210 teilnehmenden Regionen zunächst 50 ausgewählt, die in einer weiteren Wettbewerbsphase ihre Ideen zu einem Regional-Entwicklungskonzept vertiefend erläutern durften.

veröffentlicht am 27.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Energieerzeugung aus Pflanzen: Biogasanlage Ahrenfeld (Salzhemme

Weserbergland (wol). „Leidenschaft, Engagement und Herzblut“ spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Teilnehmern des Wettbewerbs „Bioenergie-Regionen“ zu. Das Weserbergland gehört zu den 25 Siegern des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ausgelobten und mit bis zu 400 000 Euro pro Region geförderten Bundeswettbewerbs. In einem mehrstufigen Verfahren wurden unter 210 teilnehmenden Regionen zunächst 50 ausgewählt, die in einer weiteren Wettbewerbsphase ihre Ideen zu einem Regional-Entwicklungskonzept vertiefend erläutern durften. Bei den einbezogenen Akteuren aus Landwirtschaft, Energie, Forstwirtschaft und Kommunen „gibt es völlig unterschiedliche Interessen“, haben Hans-Ulrich Born, Vorstand der Weserbergland AG, und Hans-Jürgen Hesse, Projektleiter „Bioenergieregion“, festgestellt. So sei ein wesentliches Ziel das Zusammenführen der Interessen und die Sicherstellung eines Wissenstransfers in den vier Landkreisen der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland (REK), denn „es gibt viel Wissen und Potenzial in der Region“.

Was soll im Weserbergland nun konkret gefördert werden? Die Gelder von der Bundesregierung seien für vier Arbeitspakete vorgesehen, erläutert Hans-Ulrich Born:

für die Einrichtung einer Bioenergieagentur,

für die Entwicklung von Material zur Öffentlichkeitsarbeit,

für den Aufbau eines Netzwerkes lokaler Bioenergie-Beauftragter,

für den Geschäftsbetrieb.

Die Unterstützung einzelner Projekte durch Investitionen sei im Budget hingegen nicht berücksichtigt. „Doch wenn jemand ein tolles Projekt hat, versuchen wir, Fördermittel einzuwerben“, betonen Born und Hesse.

Mit der Bioenergieagentur soll eine zentrale Anlaufstelle in der Region für Fragen rund um das Thema der Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen geschaffen werden. „Wir stellen uns eine zentrale Telefonnummer vor zur Ansprechbarkeit in der Region, vergleichbar mit dem Behördentelefon 115“, sagt der Chef der Weserbergland AG. Während der Laufzeit des Projektes sollen möglichst viele Gemeinden dazu gebracht werden, im Bündnis Klimaschutz mitzumachen. Bislang haben sich 61 von 91 Kommunen im Gebiet der REK mit der „Erklärung von Rohdental“ verpflichtet, „dem Klimaschutz und einer nachhaltigen Energieversorgung unter Nutzung der regionalen Ressourcen größte Bedeutung beizumessen“. Bis zu 24 Veranstaltungen im Jahr sollen die Akzeptanz der Bioenergie in der Öffentlichkeit erhöhen und die Bevölkerung zum Mitmachen mobilisieren. „Bioenergie soll anfassbar werden“, kündigen Born und Hesse an, „am besten durch Referenzanlagen, die im Dorf stehen“.

Vor vier Jahren gab es noch keine Biogasanlage in Hameln-Pyrmont, inzwischen sind es hier 18 entsprechende Einrichtungen. Die Förderung durch das Ministerium sieht die Weserbergland AG als „Impulsfinanzierung für drei Jahre“ und hofft, dann das Begonnene nachhaltig weiterführen zu können.



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