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Großbaustelle Hochregallager: Straßensperrung für Brückenbau vorerst abgeblasen

Behörde bangt um Landesstraße - deshalb müssen Betonbohrkerne her

Exten (wm). In der nächsten Woche sollte die Extertalstraße über ein Wochenende für zwei bis drei Tage komplett gesperrt werden, damit die Transportbrücke für das im Bau befindliche Hochregallager der Firma Wesergold montiert werden kann. Ein Superkran, so war der Plan, sollte das Teilsegment, das die Landesstraße überspannt, an einem Stück auf die rund elf Meter hohen Stützpfeiler heben.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 10:57 Uhr

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Dieser Termin ist geplatzt, verschoben worden in den September, wie Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Behördenleiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, auf Anfrage bestätigte. Man habe daraufhin die Sperrung der Straße nicht weiter im Detail geprüft. Aber sie gehe davon aus, wenn die Sperrung im September Realität werde, müsse wohl die Umleitung über die Braasstraße und dann die Bundesstraße laufen. Auch beim Stahlbauunternehmen Bakenhus war man davon ausgegangen, in der nächsten Woche loslegen zu können. An Verzögerungen beim Stahlbau habe die Terminverschiebung nicht gelegen, erläuterte Diplom-Ingenieur Lars Diepenbrock, sondern an Gründungsproblemen bei den Brückenfundamenten. Nein, man sei nicht auf einen alten Weserarm gestoßen, dementierte der verantwortliche Ingenieur Wolfgang Reismann vom Generalunternehmen Markgraf ein Gerücht, das bereits im Umlauf war. Mehr wollte er dazu im Detail nicht sagen. Das erläuterte aber Heinz Steding vom gleichnamigen Architekturbüro, Generalplaner am Bau: Die Behörde für Straßenbau in Hameln habe eine vom Bauunternehmen vorgeschlagene Gründungsart für ein Doppelbrückenfundament direkt an der Landesstraße nicht akzeptiert, da die Behörde langfristig Senkungen im Straßenkörper befürchtet habe. In mehreren Besprechungen habe man eine Lösung gefunden. Jetzt sollen Betonbohrkerne eingebracht werden, das brauche Vorbereitungszeit, denn die müssten mit der Bewehrung erst gefertigt werden. Wann die Straße nun gesperrt werden wird, da wollte sich Steding noch nicht festlegen, denn dieser Termin hänge von mehreren Faktoren ab. So gebe es in ganz Deutschland nur zwei Kräne, die ein solches Brückenteil heben und auflegen könnten, die müssten dann auch zur Verfügung stehen und arbeiten können.Trotzdem, so Steding, sei man bei dem Großprojekt aber gut im Zeitplan - unabhängig von dieser Verzögerung. Auch Frank Driessen, bei dem in der Geschäftsführung von Wesergold die Fäden für das Bauvorhaben zusammenlaufen, sieht keinen Grund für unnötigen Stress: Man liege, insgesamt gesehen, noch gut in der Planung. Rund 270 Meter lang ist die Transportbrücke, die auf elf Achsen liegt, die die Extertalstraße in einer Höhe von neun Metern kreuzen soll. Der Boden der Brücke wird bereits vormontiert, in der Brücke läuft eine Hängebahn mit Elektroantrieb.

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