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"Bückeburger Jäger" organisierten Benefizkonzert für stationäre Hospizeinrichtung

Begeisternder Auftritt des Polizei-Orchesters

Bad Eilsen (sig). Dass 80 Instrumentalisten dieser Qualität gemeinsam aufspielen, das hat der Kursaal in seiner Geschichte nicht oft erlebt. Am Freitag erfreute es 400 Besucher eines Benefizkonzertes, für das sich die "Bückeburger Jäger" stark gemacht hatten. Dafür gewinnen konnten sie ein 45-köpfiges Ensemble der Extraklasse: das Bundespolizei-Orchester aus Hannover.

veröffentlicht am 04.10.2008 um 00:00 Uhr

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"Mit dem Auftritt dieses großartigen Orchesters haben wir uns ein vorgezogenes Geschenk zum 60-jährigen Bestehen gemacht, das wir im kommenden Jahr feiern können", erklärte Dirk Hasse, der Vorsitzende der "Bückeburger Jäger". Im Grunde aber - und das war noch wichtiger - haben beide Ensembles damit die Hospizarbeit unterstützt. Die hat sich ein großes Ziel gesetzt. Die Vereine "Via" (Bückeburg) und "Lichtblick" (Stadthagen) arbeiten daran, dass im Landkreis Schaumburg - endlich - ein stationäres Hospiz entsteht. In dieses Projekt flossen die Einnahmen und Spenden des Eilser Konzertes. Der Weg bis zur Verwirklichung ist aber weit und bedarf noch einer Vielzahl von Anstrengungen. Zu den Förderern gehört der Lions-Club Schaumburg, der bereits für eine namhafte Spende gesorgt hat und auch diese Veranstaltung unterstützte. Vorsitzender ist ebenfalls Dirk Hasse. Für den verheißungsvollen Auftakt des Konzertes im Kursaal sorgte dann auch sein Bückeburger Blasorchester mit dem Dirigenten Heiko Deterding. "Musik, Musik" lautete die viel versprechende musikalische Ankündigung. Diesem Marsch von Frantisek Kmoch folgte die Polka "Max und Moritz" von Manfred Kitzer. Michael Tillmann erhielt hier die Chance, sein ganzes Können am Xylofon zu entfalten. Danach erinnerte der Marsch der "Bückeburger Jäger" an den Komponisten und früheren Dirigenten Fritz Glas, dersich mit der beliebten Erkennungsmelodie seines Ensembles ein musikalisches Denkmal gesetzt hat. Der Staffelstab wurde weitergereicht an den Dirigenten des Bundespolizei-Orchesters aus der Landeshauptstadt, Matthias Höfert. Er ist auch künstlerischer Leiter des Niedersächsischen Landesjugendblasorchesters und bekannt für eine Vielzahl von Workshops mit überwiegend jugendlichen Teilnehmern. Seit 1999 dirigiert Höfert das Bundespolizei-Orchester, von dem Dirk Hasse überzeugt ist, dass es die beste Musiziergemeinschaft ihrer Art im europäischen Raum sei. Gegründet wurde das Orchester 1951 bei der Aufstellung des Bundesgrenzschutzes, der inzwischen in Bundespolizei umbenannt worden ist. Zusammen mit dem Norddeutschen Rundfunk haben die hannoverschen Polizeimusiker die CD "Hart am Wind" herausgebracht, die einen Querschnitt durch das umfangreiche Repertoire mit einer Vielzahl unterschiedlichster Klangbilder bietet. Sein Eilser Konzert begann das Gastorchester mit der Schnellpolka "Auf Ferienreisen" von Josef Strauss. Bis zur Pause folgten unter anderem ein moderner Tango und die sinfonische Komposition "El Camino Real" von Alfred Reed. Nach Wiederbeginn wurde das Tempo mit Jazz- und Swingklängen erhöht. Über "Little Brown Jug" und dem Gershwin-Hit "I got Rhythm" ging es zu einem Mambo-Medley, bei dem kaum jemand im Saal die Füße stillhalten konnte. Mit der "Bohemian Rhapsody" des verstorbenen "Queen"-Sängers und Komponisten Freddie Mercury wurde es rockig. Dabei bewies Sänger Sönke Schömburg nicht nur einen gewaltigen Stimmumfang und eine an Robbie Williams erinnernde Klangfarbe, sondern auch mitreißendes Temperament. Beide Orchester verabschiedeten sich danach gemeinsam mit dem "Regimentsmarsch" und dem nicht minder beliebten Marsch "Fridericus Rex" - gern gehörte Klänge, die einen weiteren Höhepunkt und Abschluss zugleich bildeten.



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