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Klaus-Dieter Kiefer leitet künftig die Landessynode / Umstrittene Kandidatur zum Kirchenrat

"Befremdliches Klima auf Unterstellungsebene"

Bückeburg (bus). Die konstituierende Sitzung der 18. Landeskirchensynode hat am Sonnabend vor Augen geführt, dass das 30-köpfige Gremium von dem von Landesbischof Jürgen Johannesdotter eingeforderten Konsens noch ein erkleckliches Wegstück entfernt ist. Während der Erörterungen machte der frisch gewählte Präsident Klaus-Dieter Kiefer ein "befremdliches Klima auf Unterstellungsebene" aus. Kiefer (Stadthagen) hatte die Wahl recht knapp mit 17 zu 13 Voten gegen Dr. Wieland Kastning (Bückeburg) gewonnen.

veröffentlicht am 21.01.2008 um 00:00 Uhr

Stephan Strottmann (von links), Klaus-Dieter Kiefer und Kathrin

Kiefers erster Stellvertreter Stephan Strottmann (Steinbergen) erhielt 19, die zweite Vizepräsidentin Kathrin Götze-Bühmann (Steinhude) 27 Ja-Stimmen. Auch die Wahl der vier von der Synode zu bestimmenden Mitglieder des Landeskirchenrates - dem "Kabinett" der Landeskirche, gehören kraft Amtes Johannesdotter, Kirchenamtspräsident Sebastian Geisler und Superintendent Hans-Bernhard Fauth an - förderte zum Teil erhebliche Meinungsverschiedenheiten und das oben erwähnte "befremdliche Klima" zutage. Bei der Bestimmung des geistlichen Mitglieds favorisierte die Synode Wilfried Vauth (Lindhorst) mit 18 zu 12 Stimmen gegenüber Heinz Schultheiß (Petzen). Im Wahlgang um das Mitglied mit der Befähigung zum Richteramt vereinigte der ohne Gegenkandidat antretende Harald Weidenmüller (Stadthagen) 22 Ja-Stimmen auf sich. Ulricke Rottmann (Heuerßen) kam auf 23, Horst Priebe (Wölpinghausen) auf 28 Befürworter. An der Wahl des juristischen Vertreters hatten sich zuvor die Gemüter erregt. Hintergrund der streckenweise mit "emotionalen und belastenden Argumenten" (Präsident Kiefer) geführten Debatte war der Vorschlag, mit Ekkehard Sebening (Meerbeck) jemanden in den Kirchenrat zu entsenden, der nicht persönlich präsent und vielen Synodalen unbekannt war, am morgendlichen Verpflichtungsgottesdienst nicht teilgenommen hatte und dessen Kandidatur für viele Anwesende eine ziemliche Überraschung darstellte. "Ich bedauere die Situation, in die wir geführt worden sind", sagte Johannesdotter, der sich mehrfach zu Wort meldete und - im Fall der Wahl Sebenings - einerechtliche Überprüfung in Aussicht stellte. Es bedurfte weit mehr als einem Dutzend Diskussionsbeiträgen, um den Vorschlag vom Tisch zu bekommen. Wesentlich behänder und debattenfrei gingen Installierung und Besetzung des Finanzausschusses über die Synodenbühne. Dem Ausschuss gehören Holger Brandt (Stadthagen, 20 Ja-Stimmen), Karl Bargheer (Stadthagen, 19), Dirk Gotzel (Nordsehl, 19) Jan Uwe Zapke (Probsthagen, 19) und Dr. Wieland Kastning (Bückeburg, 17) an. Die ebenfalls vorgeschlagenen Wilfried Koch (Nienstädt, 15) und Dieter Weihmann (Ahnsen, 14) fanden keine Berücksichtigung.



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