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Konzept für Ortschaft Rusbend beraten

Beeilen - bevor das nächste Hochwasser droht

Bückeburg (rc). Grundsätzlich soll das Konzept für den Hochwasserschutz des Ortsteils Rusbend vorangetrieben und weiter verfolgt werden, an den Details gibt es aber noch einiges zu feilen. Das ist das Ergeb nis einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses mit den Ortsräten Rusbend und Meinsen-Warber am Donnerstagabend. Denen stellte der Planer erstmals detailliert eine "-xte" Variante vor, der Umsetzung verhindern soll, dass den Rusbendern bei Starkregenfällen die Häuser und Keller volllaufen.

veröffentlicht am 12.07.2008 um 00:00 Uhr

Das Konzept sieht vor, dass das aus Richtung Warberüber Aue und Warber-Entlastungsgraben Richtung Rusbend und Mittellandkanal fließende Hochwasser möglichst um die Ortschaft herumgeleitet werden soll. Dafür sollen einige Gräben verschwenkt werden, damit das Wasser schneller an Rusbend vorbeiläuft, mehrere Durchlässe unter Straßen und Feldwegen verbreitert werden und außerdem im östlichen Bereich ein bis zu 60 Zentimeter hoher Erdwall aufgeschüttet werden. Das Ziel: die Wohnbebauung vor Hochwasser zu schützen. Die eigentlich allerbeste Variante - das Schaffen einer Art Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 110 000 Kubikmetern vor Rusbend - war am Widerstand der betroffenen Grundstückseigentümer gescheitert. Diese Pläne sahen das Verwallen von Äckern und Wiesen vor, um dort das Hochwasser abfangen und speichern zu können. Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD): "Es ist bedauerlich, dass das große Becken nicht geklappt hat, jetzt müssen wir halt die Häuser vor dem Wasser schützen." Es stelle sich die Frage, wie lange sich die Stadt noch Zeit lassen können, appellierte er an Ausschuss und Ortsräte, eine Entscheidung zu treffen: "Das nächste Hochwasser kommt bestimmt". Dem Konzept müsse zugestimmt werden, Detailfragen könnten später, unter anderem imGenehmigungsverfahren, geklärt werden. "Das Ding muss endlich in Gang kommen," machte auch Rusbends Ortsbürgermeister Andreas Struckmann Dampf. Seit vier Jahren werde darüber debattiert, bisher sei nichts passiert. Wenn nichts geschehe, werde er sich für eine Begrenzung der Wassermenge einsetzen, die durch den Warber-Entlastungsgraben nach Rusbend geleitet wird. Die Folge: Warber hätte das Hochwasser vor der Haustür. Was natürlich Meinsen-Warbers Ortsbürgermeister Rudi Beier auf die Barrikaden brachte: "Das lehnen wir ab." Fraglich ist ohnehin, wann das Konzept umgesetzt werden kann. Wie der Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises in der Sitzung sagte, sei die finanzielle Förderung des Hochwasserschutzes seitens der EU und des Landes "auf dem absteigenden Ast". Es müsse schnell etwas passieren, um noch an Gelder zu kommen. Die Planung sollte aber auf jeden Fall vorangetrieben, genehmigt und voll endet werden. "Wenn dann doch noch Geld fließt, hat die Stadt etwas in der Schublade, um schnell beantragen zu können."



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