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Unterstützung für Ganztagsschüler

Bedürftige zahlen nur einen Euro pro Mittagessen

Rehren (la). Die niedersächsische Landesregierung hat im Dezember vergangenen Jahres beschlossen, Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien finanziell beim Erwerb eines Mittagessens in der Ganztagsschule zu unterstützen. Allerdings bekommen die Kinder von Leistungsempfängern nach dem Sozialgesetzbuch II und XI und dem Asylbewerberleistungsgesetz nur dann den Zuschuss in Höhe von 74 Cent pro Kind und Tag, wenn der kommunale Schulträger den gleichen Betrag zur Verfügung stellt. Dies hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Auetal am Montag einstimmig beschlossen.

veröffentlicht am 04.06.2008 um 00:00 Uhr

Bei Kosten für ein Mittagessen von 2,50 Euro pro Schüler, hätten die Eltern somit noch einen Betrag von 1,02 Euro pro Kind und Tag zu tragen. Die Mittel vom Land werden auf Antrag der Schule auf ein Konto der Schuleüberwiesen und von dort verwaltet. Die betreffenden Schüler sind bekannt, da diese Personengruppe auch von der Leihgebühr für Schulbücher freigestellt ist. Die Gemeinde Auetal hat ermittelt, dass etwa zehn bis 15 Kinder pro Jahrgang aus einkommensschwachen Familien stammen. Insgesamt bedürfen daher bei drei bis vier Klassenjahrgängen maximal 60 Kinder der Unterstützung beim Kauf eines Mittagessens. "Sofern sie an der Ganztagsbetreuung teilnehmen", so Bürgermeister Thomas Priemer. Die Ganztagsbetreuung wird an drei Tagen pro Woche angeboten. Abzüglich der Ferien ist die Schulean 40 Wochen im Jahr geöffnet. Geht man davon aus, dass zurzeit etwa 80 Anmeldungen für die Ganztagsschule vorliegen und in den nächsten Jahren etwa 100 Kinder zu erwarten sind, entsteht eine Inanspruchnahme von etwa 40 Prozent aller Schüler der Grundschule. "Legt man diese Berechnungen zugrunde, müssten die zusätzlichen Kosten in diesem Haushaltsjahr etwa 800 Euro betragen und in den folgenden Jahren etwa 2200 Euro", erläuterte Priemer, schränkte aber ein, dass die Berechnung auf Unwägbarkeiten basiert. Der Verwaltungsausschuss stimmte der Bezuschussung unbefristet zu. Das Land Niedersachsen hat diese Regelung allerdings auf dieses Jahr befristet. "Ich gehe davon aus, dass auch das Land diese Regelung weiterführen wird", so Priemer. Sollte das nicht der Fall sein, so würde sich eben der Eigenanteil für die Familien erhöhen.



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