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Anlagen dort bauen, wo Futter wächst

Bedenkenswert ist der Produktionsweg

Handelswaren, darunter Nahrungsmittel und Geflügelfleisch, werden erzeugt in Fabriken, auf Feldern, in Ställen, weil solche von den Bürgern, den Konsumenten, energisch nachgefragt werden.

veröffentlicht am 30.10.2020 um 10:23 Uhr

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Zu: „Machtlos vorm Maststall“, vom 20. Oktober


Von denen geht dann das Geld in der arbeitsteiligen Volkswirtschaft unter Anstreben von Gewinn über die Handelsstufen und mit Berechnung von Verbrauchersteuern an die erzeugenden Institutionen, so auch zu Landwirten mit Urproduktion.

Geflügelfleisch wird notwendigerweise von einem großen Anteil der Bevölkerung in Deutschland, aber auch in der Welt zur Grundernährung gebraucht, wo Schweinefleisch verboten ist. Im Übrigen war Geflügelfleisch zu allen Zeiten eine bevorzugte Köstlichkeit, nicht nur die Flugente und die Weihnachtsgans.

Der Hohnser Landwirt, da bin ich mir sicher, handelt im Sinne von Wirtschaft und Ernährung, bedacht und in größerer Verantwortung als die 1998er Demonstranten mit Aufmärschen in einer regelrechten „Revolution“. Ich bin gewiss, dass auch die „bitte anonymen“ Gegner seitdem das Geflügel aus der Gefriertruhe genossen haben. Das ist einfach. Bedenkenswert ist darüber hinaus der Produktionsweg zur Ware im Gefrierfach. Nicht im niederdeutschen Moor, sondern auf unseren mittelgebirgigen Äckern wächst die Feldfrucht, die zu Tierfutter vermahlen und vermischt wird. Nicht im nitratanreichernden Norddeutschland wird der Mist, die Gülle, der Stalldünger dringend benötigt, um die in der Feldernte abgefahrenen Pflanzennährstoffe rückzuführen, sondern hier auf Ackerland.

Die Klage überall über die unsinnig so bezeichneten Agrarfabriken in den nördlichen Ebenen und die Belastung des Grundwassers dort hat ja durchaus Hintergrund. Und vor diesem ist es wünschenswert, ja notwendig, dass Tiermastanlagen dort gebaut werden, wo Futter wächst und Naturdünger ausgebracht werden muss. Ernährungspolitische Verantwortung vor rasant zunehmender Weltbevölkerung, die Befriedigung der Wünsche der Verbraucher, Beachtung der Notwendigkeiten der Muslime und die Transporte der eingebundenen Güter machen die Tierproduktion hier, auch in Hohnsen, dringend. Die benötigten Gebäude sind niedrig und unauffällig gegenüber den Windstromerzeugern, mit denen der große Bedarf der Menschen an elektrischer Energie befriedigt werden muss. Wohnungen gehören in die Stadt.



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