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Unterbezirkschef kritisiert "Weiter so"-Haltung zur Krankenhaus-Debatte

Becker: "WGS war gar nicht dabei"

Rinteln (clb). Karsten Becker, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Schaumburg, findet es "mehr als er- staunlich", dass sich die WGS-Ratsfraktion zur wirtschaftlichen Situation und Neustrukturierung der Kreiskrankenhäuser äußert, obwohl kein WGS-Vertreter bei dem Informationsgespräch am Dienstag anwesend war.

veröffentlicht am 10.05.2008 um 00:00 Uhr

Bei dem Gespräch sei sehr deutlich geworden, dass der Landkreis zukünftig nicht mehr in der Lage sei, das Millionen-Defizit des Klinikums Schaumburg an den beiden Standorten Stadthagen und Rinteln auszugleichen. Das Hauptproblem besteht laut Becker darin, dass künftig die nötige Investitionskraft fehle, um mit den Entwicklungen in der Medizintechnik auch nur annähernd Schritt halten zu können. "Es reicht nicht, dass ,Klinik' draufsteht", so Becker, "es muss auch Klinik drin sein! Wenn wir die Qualität der medizinischen Versorgung in Schaumburg erhalten wollen, dann führt kein Weg an einer durchgreifenden Reform der Krankenhausstruktur vorbei." Vor diesem Hintergrund sei ein aktives Handeln erforderlich. Das von der WGS-Fraktion immer noch propagierte "Weiter so" stelle das Klinikum Schaumburg mit dem Krankenhaus Rinteln ins Abseits und bedeute das absehbare Aus einer qualitativ guten medizinischen Versorgung. Er selber unterstütze die "aktive Haltung" der Rintelner SPD. Wer an dem Informationsaustausch teilgenommen habe, wisse, dass ein "Weiter so" für das Krankenhaus Rinteln nicht zukunftsfähig sei. Von daher dränge sich ihm der Verdacht einer "taktisch moti- vierten" Teilnahmeverweigerung der WGS auf: "Die schlichte Negation von Fakten schützt nicht vor der Realität. Und die wird in den nächsten Wochen auch auf die WGS zukommen. Wer sich der Kenntnisnahme von Zahlen, Daten und Fakten entzieht, um weitab der Realität angesiedelte Erklärungen abgeben zu können, handelt nicht problemorientiert, sondern allenfalls populistisch."



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