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33. Bundesliga-Spieltag

Bayern hofft auf Meisterkrönung - BVB auf RB-Schützenhilfe

Berlin (dpa) - Auf ein Nerven aufreibendes Saisonfinale in der Fußball-Bundesliga hat Niko Kovac keine Lust. Der 47 Jahre alte Coach des FC Bayern will heute (15.30 Uhr/Sky) beim Tabellen-Dritten RB Leipzig vorzeitig seinen ersten Meistertitel als Trainer einfahren.

veröffentlicht am 11.05.2019 um 07:53 Uhr
aktualisiert am 11.05.2019 um 17:42 Uhr

Mit dem FC Bayern in Leipzig gefordert: Coach Niko Kovac. Foto: Matthias Balk

Es wäre die siebte Meisterschaft der Münchner in Serie. Derweil hofft Verfolger Borussia Dortmund neben einem zwingend notwendigen Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf auf einen Ausrutscher des Tabellenführers, um dann im Saisonfinale doch noch eine Minimalchance auf den Titel zu haben. Nach dem vorletzten Spieltag könnten der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 als Absteiger feststehen.

TITELKAMPF: Der FC Bayern München will am liebsten schon in Leipzig die Meistersause starten. «Ich würde mir wünschen, dass wir es vor dem letzten Spieltag schaffen. Ansonsten wird es eine Nervenangelegenheit für uns alle», sagte Coach Kovac vor dem Duell bei RB Leipzig. Gewinnt der Tabellenführer, wäre im Fernduell mit Dortmund jede Rechnerei überflüssig. Doch die Sachsen haben etwas dagegen. Weißbierduschen in der Red Bull Arena? Nein danke. Vielmehr will RB dem Rekordmeister einen Vorgeschmack auf das Finale im DFB-Pokal geben. Im Idealfall, so Coach Ralf Rangnick, gewinnt Leipzig beide Partien. In der Vorsaison hieß es am 18. März 2:1 für RB. Es war die erste Niederlage in dem Jahr für die Bayern.

Die Kampfansage Rangnicks dürfte der BVB nur allzu gern vernehmen. Denn trotz des Vier-Punkte-Rückstandes vor den letzten beiden Spielen hat der Tabellenzweite die Hoffnung auf ein Happy End noch nicht aufgegeben. «Die Meisterschaft wird erst am letzten Spieltag entschieden», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Aber ausgerechnet die in Dortmund ungeliebten Sachsen sollen Schützenhilfe leisten. Zeitgleich müssen die Borussen gegen Düsseldorf gewinnen. Doch neben dem gesperrten Kapitän Marco Reus fehlt möglicherweise in Jadon Sancho eine weitere eigentlich unverzichtbare Offensivkraft.

EUROPA: Auch der Kampf um die europäischen Startplätze bleibt hochspannend. Mit dem Tabellen-Vierten Eintracht Frankfurt (54 Punkte), Bayer Leverkusen (5./54), Borussia Mönchengladbach (6./52), VfL Wolfsburg (7./52) und der TSG 1899 Hoffenheim (8./51) kämpfen fünf Teams um die noch vier zu vergebenen Startplätze für die Champions League (1) und die Europa League (3).

Frankfurt will nach dem bitteren Aus im Europa-League-Halbfinale am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) im Derby gegen den FSV Mainz 05 einen Dreier einfahren, um Platz vier zu verteidigen. «Wir wollen in die Champions League rein, das ist unser Traum», sagte Sportvorstand Fredi Bobic. Die punktgleichen Leverkusener hoffen gegen den FC Schalke 04 auf den fünften Sieg in Serie, um die Chance auf die Königsklasse zu wahren. Das trifft ebenso auf die Wolfsburger beim VfB Stuttgart zu wie auf Gladbach gegen die abstiegsbedrohten Nürnberger. Julian Nagelsmann darf sich in seinem letzten Heimspiel als Hoffenheim-Coach gegen Werder Bremen keinen Ausrutscher erlauben, um nicht aus dem Rennen um den Europapokal zu sein. Punkt für Nagelsmann: Gegen Werder hat er noch nie verloren.

ABSTIEGSKAMPF: Läuft es wie erwartet, steigen Hannover 96 und Nürnberg vorzeitig ab. Hannover geht als Tabellenletzter mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz gegen den bereits geretteten SC Freiburg in den vorletzten Spieltag. Die Chance auf den Klassenerhalt ist aber fast Null. Nürnberg, das einen Punkt mehr als die Niedersachsen hat, muss gegen Mönchengladbach gewinnen - sonst ist der Verein abgestiegen. Der VfB Stuttgart will mit einem Sieg gegen Wolfsburg die Teilnahme an der Relegation sichern.



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