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Wüstenrot durch Zukauf Nummer zwei

Bausparkasse BHW fällt auf Platz drei ab

Hameln/Frankfurt (TT). Die Hamelner Bausparkasse BHW fällt im nationalen Ranking auf Platz drei zurück: Der Konkurrent Wüstenrot übernimmt die Bauspar-Tochter der Commerzbank und steigt damit zur Nummer zwei der Branche hinter Schwäbisch Hall auf. Nach Angaben aus Branchenkreisen soll die Commerzbank ihre auf Bausparen spezialisierte Tochtergesellschaft Allianz Dresdner Bauspar (ADB) für 120 Millionen Euro an den Versicherungs- und Bausparkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) verkauft haben.

veröffentlicht am 14.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Hameln/Frankfurt (TT). Die Hamelner Bausparkasse BHW fällt im nationalen Ranking auf Platz drei zurück: Der Konkurrent Wüstenrot übernimmt die Bauspar-Tochter der Commerzbank und steigt damit zur Nummer zwei der Branche hinter Schwäbisch Hall auf.

Nach Angaben aus Branchenkreisen soll die Commerzbank ihre auf Bausparen spezialisierte Tochtergesellschaft Allianz Dresdner Bauspar (ADB) für 120 Millionen Euro an den Versicherungs- und Bausparkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) verkauft haben. Die beiden Unternehmen machten selbst zum Kaufpreis keine Angaben. Auch die Badenia Bausparkasse soll sich um den Erwerb bemüht haben. Der Verkauf der ADB mit ihren 670 000 Kunden und 350 Mitarbeitern, die der Commerzbank mit der Übernahme der Dresdner Bank zugefallen war, ist Teil der Auflagen der EU, nachdem die Bank Staatshilfe in Milliardenhöhe bekommen hatte. Bis auf den Immobilienfinanzierer Eurohypo hat die Commerzbank die Auflagen der Europäischen Kommission damit abgearbeitet.

Commerzbank und Wüstenrot haben mit ihrem Deal auch eine langfristige Vertriebskooperation für ihre Produkte vereinbart: Die Commerzbank sowie die Allianz-Vertreter werden in Zukunft auch Wüstenrot-Bausparverträge verkaufen, wie W&W in Stuttgart mitteilte. Der Konzern ist seit dem Antritt ihres Chefs Alexander Erdland auf Expansionskurs. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr bereits die Vereinsbank Victoria Bauspar von Unicredit und Ergo übernommen und ihren Produkten damit Zugang zu den 600 Filialen der HypoVereinsbank und den Versicherungsvertretern von Ergo verschafft. Nun kommen alle 1200 Commerzbank-Filialen, 10 000 Allianz-Vertreter und die Filialen der Oldenburgischen Landesbank hinzu. Wüstenrot rangiert mit dem Zukauf bei den privaten Bausparkassen jetzt vor der Postbank-Tochter BHW. Gemessen am eingelösten Neugeschäft, kommen zu den 8,4 Milliarden Euro von Wüstenrot jetzt 2,3 Milliarden von ADB hinzu, BHW kam 2009 auf 9,7 Milliarden. Branchenführer Schwäbisch Hall ist mit 24,9 Milliarden Euro mehr als doppelt so stark.

Die Postbank-Tochter BHW hat 2009 ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Dennoch ist Wüstenrot jetzt größer – durch einen Zukauf.

Foto: Dana



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