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Gutachter haben keine Bedenken: Investor gleicht den Eingriff in die Umwelt aus / "Keine Alternative"

Baumarkt: Keine Probleme durch mehr Verkehr

Bad Nenndorf (rwe). Der geplante Bau- und Gartenmarkt an der Bückethaler Landwehr dürfte sich nicht negativ auf das Umfeld auswirken. Das geht aus dem Lärm- und Umweltgutachten hervor, das im Zuge des "vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens" kürzlich dem Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf vorgestellt wurde. Dieser beschloss den Entwurf und die Auslegung. Wie berichtet, möchte die Baumarktkette "Hellweg" aus Dortmund eine 8500 Quadratmeter große Filiale mit weiteren 1700 Quadratmeter freier Verkaufsfläche an der B 442 errichten.

veröffentlicht am 01.03.2007 um 00:00 Uhr

Mit Blick auf den zusätzlichen Verkehrs, der zu erwarten ist, sieht der Planer Mario del Vecchio keine Probleme. Dieser ließe sich über die Knotenpunkte abwickeln. Auch der Lärm werde sich dadurch nicht signifikant erhöhen. Zwar gebe es laut Umweltbericht einen "erhöhten Eingriff" in die Natur, so del Vecchio, dieser werde aber "finanziert vom Investor" auf städtischen Flächen wieder ausgeglichen. Zudem soll das Eckgrundstück am Schnittpunkt von B 442 und B 65 rundherum bepflanzt werden, hieß es. Sorgen davor, im Zuge der gelockerten Öffnungszeiten könnten die Lieferanten künftig nachts anfahren, hielt del Vecchio für unbegründet. Er gehe davon aus, dass es keine erweiterten Öffnungszeiten gibt. Die Lieferungen erfolgten zwischen 6 und 23 Uhr, sagte er auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Herbert Kruppa (SPD). Die Politik begrüßte das Vorhaben. "Hoffentlich kommt die Sache jetzt in Gang", meinte SPD-Ratsherr Volker Busse. Nun seien auch größere Verkaufsflächen möglich als bisher. WGN-Kollege Frank Seen wagte noch einmal einen Blick zurück auf die jahrelangen Diskussionen, sah in der Änderung endlich die Chance, die ehemalige Baumarktfläche an der Piepmühle "adäquat zu entwickeln". Das sei auch im Interesse der Stadt. Martin Balke (CDU) forderte, dass es nun "schnellstmögllich losgehen" sollte. Andreas Fedler mahnte, in Sachen Baumarktdebatte keine Rückschau mehr zu halten. "Es gibt keine Alternative dazu."

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