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Spektakulärer Unfall auf der B 442 / Glück: Stamm verfehlt Kopf des Fahrers nur um 30 Zentimeter

Baum bohrt sich in Kabine - Kratzer an Wange

Lauenau (nah). Nur einen leichten Kratzer an der Wange hat ein 60-jähriger Osnabrücker bei einem Unfall auf der Bundesstraße 442 in Höhe der Autobahnauffahrt in Richtung Hannover davongetragen. Er dürfte dem Schicksal höchst dankbar sein: Um knapp 30 Zentimeter verfehlte ein Stamm seinen Kopf. Der zentnerschwere Baum bohrte sich in die Kabine und beschädigte die Aufbauten schwer.

veröffentlicht am 21.11.2008 um 00:00 Uhr

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Gestern Mittag gegen 11.45 Uhr. Vorschriftsmäßig passt der 29-jährige Fahrer eines Holztransporters aus Salzhemmendorf den Gegenverkehr ab. Die Ladung, extrem lange Baumstämme ist - wie später die Polizei ermittelte - ordnungsgemäß gesichert und auch nicht zu schwer für das große Gefährt. Nur: Beim Abbiegen auf die Autobahnzufahrt schert das Heck mit dem Langholz weit aus. In diesem Augenblick passiert der Osnabrücker Kleinlaster, der Tiefkühlkost geladen hat, auf der rechten Fahrspur den Lastzug. Ein Stamm bohrt sich dabei direkt hinter der Kopfstütze in die Kabine. Kreidebleich steigt der Osnabrücker auf der rechten Seite aus seinem linksseitig völlig demolierten Laster aus: Die Fahrertür lässt sich nicht mehr öffnen; die Aufbauten sind völlig verzogen. Wie durch ein Wunder ist ihm nichts passiert: Er spürt nur einen Schlag gegen die Hüfte und eben den Kratzer an der Wange. "Das kommt wohl erst noch später", glaubt der Berufskraftfahrer. Auch die ermittelnden Beamten des Nenndorfer Polizeikommissariats können dem Betroffenen nur gratulieren. So einen spektakulären Unfall haben sie noch nicht aufnehmen müssen. Die Schuldfrage indes können sie nicht klären: "Das trifft wohl beide", vermutet einer der Polizisten nach der Befragung der Betroffenen. Denn auch der Fahrer des kleinen Kühllasters hätte die drohende Gefahr erkennen können. Unterdessen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen am Knotenpunkt von Autobahn und Bundesstraße. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Stadthagen setzten Kettensägen ein, um den langen Stamm zu bergen. Der Kleinlaster musste abgeschleppt werden: Er war nicht mehr fahrtüchtig. Nur das Kühl aggregat für die Ladung brummte gleichmäßig weiter.



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