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Stadt aktualisiert und digitalisiert das Baulückenkataster / Wohnen in der Innenstadt ist ein klarer Trend

Baulückensuche künftig zu Hause am Computer möglich

Bückeburg (rc). Die Stadt ist dabei, ihr Baulückenkataster aus dem Jahr 1999 grundlegend zu überarbeiten und will die gesammelten Informationen 2007 in ihr geographische Informationssystem (GIS) einbinden. Mit dieser zukunftsweisenden Fachanwendung wird es dann für Bürger, Grundstückseigentümer, Architekten, potenzielle Bauherren und Investoren möglich sein, per Mausklick im Internet abrufbare Informationen über das in Bückeburg vorhandene ungenutzte Baulandpotenzial zu erhalten.

veröffentlicht am 09.11.2006 um 00:00 Uhr

So könne künftig von zu Hause aus und in Ruhe eine erste Vorauswahl von Bauplätzen gemeinsam mit der Familie getroffen werden, sagten Bauamtsleiter Karlheinz Soppe und der für die Aufarbeitung zuständige Stadtplaner Klaus Wolter. Alle planungsrelevanten Daten wie Flächen und Bebauungsplan, das Umfeld, die derzeitige Nutzung und Fotos sollen ebenfalls im Internet zur Verfügung gestellt werden. Um auf dem aktuellen Stand zu sein, werden in den kommenden Wochen alle Eigentümer von potenziellen Baulücken seitens des Bauamtes angeschrieben, um sie über die Neuerung zu informieren, nachzufragen, ob überhaupt Verkaufsinteresse besteht und ihr Einverständnis zur Veröffentlichung im Internet einzuholen. Alle Fragen sollen explizit mit den Eigentümern erörtert werden, auch um ihnen das vorhandene Potenzial aufzuzeigen, sollte eine Eigennutzung angestrebt werden. 275 Baulücken gibt es derzeit im Stadtgebiet. Soppe und Wolter gehen allerdings davon aus, dass es noch eine Dunkelziffer gibt, so dass derzeit eine Neuaufnahme potenzieller Flächen erfolgt. Die meisten Baulücken gebe es in Meinsen und Evesen, die wenigsten in der Kernstadt: "Hier besteht allerdings diegrößte Nachfrage. In Bückeburg gibt es einen klaren Trend zum Wohnen in der Kernstadt." Das Baulückenkataster habe sich seit seiner Einführung als ein wichtiges Instrument zur Mobilisierung von innerörtlichem Bauland bewährt, zog das Bauamt ein Fazit. Einer Vielzahl von Bauinteressenten konnte in den vergangenen Jahren so zu einem Bauplatz verholfen werden. Von dem Einsatz der Informationstechnik, verbunden mit einer wesentlich höheren Informationsdichte, verspricht sich das Bauamt "einen zusätzlichen Schub" in der Mobilisierung der Baulücken. Zu unterschätzen seien auch nicht der ökologische Aspekt der Schonung von Flächen durch die bessere Ausnutzung vorhandener und bereits ausgewiesener Flächen sowie die bessere Ausnutzung der vorhandenen Infrastruktur: Gas- oder Wasserleitung oder Kanäle müssen nicht mehr gelegt werden. Der mit der Aufstellung und Fortschreibung des Baulückenkatasters einhergehende Verwaltungsaufwand sei aufgrund der erheblichen Flächengewinne gerechtfertigt, die mit der Aktivierung des über den gesamten Innenbereich verstreuten Flächenpotenzials verbunden sei. Es gibt drei Kategorien von Baulücken: Die klassische Baulücke, unbebaute(s) Grundstück(e), gelegen an einer Straße, rechts und links von bebauten Grundstücken eingerahmt. Das geringfügig genutzte Grundstück, das im Vergleich zur umgebenden Bebauung erheblich unter dem Maß liegt, das dort zulässig und üblich ist. Flächen mit Entwicklungspotenzial schließen oftmals rückwärtig an Baugrundstücke an. Dort gilt es Erschließungs- und planungsrechtliche Fragen zu klären.

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