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Bei Bedarf arbeiten rund um die Uhr / Noch genügend Salzvorräte / Streupläne bereit

Bauhof gerüstet für frühen Wintereinbruch

Obernkirchen (sig). "Hoffentlich bekommen wir keinen harten Winter!" Dieser Stoßseufzer wird in diesen Tagen sicherlich häufiger zum Himmel geschickt. Auch die Verantwortlichen der öffentlichen Haushalte hoffen auf keine eisigen und schneereichen Monate. Sie kosten Geld und bringen viel Arbeit, vor allem für die Bauhofmitarbeiter, die sich um die öffentlichen Verkehrsflächen kümmern.

veröffentlicht am 29.10.2007 um 00:00 Uhr

Noch reicht diese Ausstattung für den Einsatz, aber das dürfte n

Der Baubetriebshof der Bergstadt rüstet sich in diesen Tagen für die bevorstehende kalte Jahreszeit. Salz zum Streuen ist noch in ausreichender Menge vorhanden, weil der letzte Winter verhältnismäßig mild war. Splitt und Sand werden kaum noch benötigt. Salz darf jedoch zum Beispiel in der Bergamtstraße im Bereich der schützenswerten Kastanien nicht eingesetzt werden. Auf dem Kirchplatz wiederum muss in jedem Fall Sand gestreut werden, damit die Gottesdienstbesucher nicht ausrutschen und stürzen. Eine Salzlösung wäre weniger gut für die glatte Oberfläche der Sandsteinplatten. Die Streupläne für den Arbeitseinsatz auf den Straßen liegen bereit. Vom November an treffen laufend Wettervoraussagen ein - für jeden Tag und für die folgende Woche. Zuständig dafür ist ein vertraglich vereinbarter Meteorologischer Dienst. Lange Zeit kamen diese Nachrichten nur per Fax, künftig geht es aber auch per E-Mail. Diese Informationen sindüberaus wichtig, damit sich der Bauhofleiter mit seinen Leuten auf die Wetterbedingungen einstellen kann. Karl Harting:"Ich muss wissen, welche Arbeiten ich ansetzen kann und ob die Fahrzeuge für den Streudienst umzurüsten sind. Normalerweise geht es um fünf Uhr los. Wenn es sein muss, aber auch schon früher. Wir müssen sicherstellen, dass die Straßen für den Berufs- und Schülerverkehr rechtzeitig frei sind." Bei normalen Witterungsverhältnissen besteht der Bereitschaftsdienst bis 22 Uhr, bei extremen Bedingungen kann er 24 Stunden dauern. Harting erinnert sich an einen Eisregen, bei dem das Salz vor die Räder der Einsatzfahrzeuge gestreut werden musste, damit sie überhaupt vorankamen. Derzeit beherrscht ihn das Gefühl, es könne jetzt wieder einen solchen Winter geben. Harting: "Die Blätter haben sich schon recht früh von den Bäumen gelöst, und es ist auch bereits schnell kälter geworden. Wir kennen ohnehin das Problem, dass es in unserem Bereich recht unterschiedliche Wetterverhältnisse geben kann. Da liegt zum Beispiel schon in Gelldorf und Vehlen Schnee, aber in Krainhagen und Röhrkasten nicht, oder auch umgekehrt." Wenn es den diesmal früher erwarteten Wintereinbruch gibt, dann stehen drei Schneepflüge und Streuwagen für den Einsatz auf den Gemeindestraßen und für die Landes- und Kreisstraßen im Stadtbereich bereit. Gleich am Anfang geräumt werden die Kreisel im innerstädtischen Ring und die wichtigen Zufahrtstraßen. Wennsich Eisflächen gebildet haben, bereiten die meisten Probleme die stark ansteigenden Straßen. In der Vergangenheit gehörte dazu unter anderem die Winternstrasse in Krainhagen. Wenn auf den Einsatzplänen von "weißem Winterdienst" die Rede ist, dann heißt das: Es wird weitgehend auf den Einsatz von Streumitteln verzichtet und lediglich bei entsprechender Schneehöhe geschoben. Zurzeit ist das erfreulicherweise noch nicht der Fall. Dafür sind aber Berge von Laub zu entsorgen. Außerdem müssen in der Feldmark freistehende Hecken geschnitten und ausgelichtet werden. Jetzt besteht dort nämlich keine Gefahr, brütende Vögel, Hasen und andere Kleintiere anzutreffen.

Bis die im Baubetriebshof vorhandenen Salzberge aufgebracht sind
  • Bis die im Baubetriebshof vorhandenen Salzberge aufgebracht sind, dürfte einige Zeit vergehen. Auf Nachbestellungen ist man jedoch eingerichtet.

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