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"Auf der Höhe"-Bewohner: Widerstand gegen Bauland-Ausweisung in Petzen

Bauherren: "Das ist Rumgeeiere der Politik"

Evesen (bus). Im Petzer Neubaugebiet "Auf der Höhe" regt sich erheblicher Widerstand gegen die Bauland-Ausweisung einer an den Friedhof angrenzenden Fläche. Das vor Jahresfrist im Ortsrat Evesen vorgestellte Vorhaben sieht eine Bebauung des etwa 4000 Quadratmeter umfassenden Areals mit sechs, sieben oder acht Häusern vor. Die Ratsmitglieder hatten die Änderung des bislang gültigen Planes einmütig passieren lassen. "Wir wollen aber, dass das eingehalten wird, was uns in den mit der Volksbank in Schaumburg geführten Verkaufsgesprächen zugesagt worden ist", fordern sechs Anliegergemeinschaften unisono.

veröffentlicht am 21.10.2006 um 00:00 Uhr

In Petzen soll das Baugebiet "Auf der Höhe" nachträglich um ein

Und das sei vor allen Dingen eine beschauliche Gesamtsituation. "Hier haben Leute gebaut, die gerade wegen der Ruhe am Friedhof wohnen wollen", unterstreichen die Beschwerdeführer. Seinerzeit hätten sie ihre Grundstücke unter der Voraussetzung erworben, dass die gegenwärtig zur Diskussion stehende Fläche der Friedhofserweiterung dienen sollte - und für den Erwerb erheblich mehr Geld bezahlt als andere "Auf der Höhe"-Bauherren. Ihre Grundstücke seien "so ziemlich die ersten gewesen, die weg waren", blickt das Sextett zurück. Jetzt werden in der Runde die Ausweisung und deren Hintergründe generell in Frage gestellt. "Soll hier jemandem (dem Grundbesitzer) ein Gefallen getan werden?", "Hat die Kirche ihre Hände im Spiel?", "Warum werden unsere Einwände nicht ernst genommen?", rätseln die Hausbesitzer. Von politischer Seite sei mit "Rumgeeiere", von der Stadtverwaltung mit neben den Tatsachen angesiedelten Behauptungen auf ihre Aktivitäten reagiert worden. Der Ortsbürgermeister habe einer Einladung "wegen anderer Termine" nicht entsprochen. "Wir fühlen uns völlig allein gelassen", begründen die Petzer den Schritt, ihr Anliegen über die Presse öffentlich zu machen. Sämtliche Alternativvorschläge würden abgetan. Es könne nicht sein, dass sechs Parteien wegen der Interessen anderer "den Kürzeren ziehen" müssten. Widerspruch gegen den Bebauungsplan werde "grundsätzlich und mit Sicherheit" eingelegt werden. Ob ein "Runder Tisch" mit allen Beteiligten der Angelegenheit ein für jedermann akzeptables Ergebnis zeitigen könnte, mag das Sextett nicht vorherzusagen. "Aber so wie bisher kann es nicht weitergehen."

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