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Schautag der Volksbank in Schaumburg / "Immo"-Abteilung vergrößert / Weltfinanzkrise ist Thema

Baugrundstücke in Bückeburg extrem knapp

Bückeburg (jp). Alles neu macht der September: Mit einem großen Schautag hat die Volksbank in Schaumburg die neu gestalteten Räumlichkeiten ihrer Immobilienabteilung in Bückeburg der Öffentlichkeit präsentiert.

veröffentlicht am 24.09.2008 um 00:00 Uhr

Bernd Rinne (links) führt Ehepaar Struckmeier aus Bückeburg durc

Mehrere Stunden konnten Besucher in der Filiale am Marktplatz bei Kaffee, karibischen und natürlich alkoholfreien Cocktails nicht nur die deutlich vergrößerten, helleren und kundenfreundlichen Büroräume in Augenschein nehmen, sondern sich auch umfassend über das Geschäft mit Wohnungen und Grundstücken informieren. "Es war einfach mal wieder Zeit zu zeigen, wie viel wir in diesem Geschäftsbereich gerade in Bückeburg machen", so Immobilien-Chef Bernd Rinne von der Volksbank in Schaumburg. Neben der Volksbank selbst präsentierten sich auch Architekten und Unternehmen wie beispielsweise die Firmen "Baumeister Haus" und "Höhle Massivhaus" mit ihrem Leistungsspektrum dem Publikum. Dabei fand dieser Schautag sicherlich nicht unter normalen Bedingungen statt. "Immobilien", dieser Begriff dürfte für jeden seit Wochen vor allem gedanklich mit kollabierenden Banken und Baufinanzierern in Amerika und den weltweit ins Wanken geratenen Finanzmärkten verknüpft sein. "Glücklicherweise sind wir bei der Volksbank von der Krise in Amerika nicht betroffen", so Bernd Rinne, "aber natürlichkommen zu diesem Thema eine Menge besorgter Fragen. Darum bin ich auch sehr froh, dass in Amerika jetzt die Regierung eingreift, um die Krise zu bewältigen. Das wird insgesamt die Situation beruhigen und wieder mehr Nüchternheit und weniger Hysterie in die Diskussion bringen." Aber auch ohne internationale Finanzmarktkrise ist das Thema Immobilien in Deutschland und ganz speziell in Bückeburg kein einfaches. Zum einen sind die Preise vor allem für Bestandsobjekte seit Jahren gesunken. "Ein Einfamilienhaus, das vor zehn Jahren noch für umgerechnet 200 000 Euro verkauft worden wäre, kostet heute vielleicht noch 160 000 oder 170 000 Euro", so Bernd Rinne. "Da spielen eine Menge Fragen mit hinein, nicht nur das Angebot am Markt, sondern auch Energieverbrauch, Wärmedämmung, sinkende Realeinkommen und steuerliche Aspekte wie zum Beispiel die nicht mehr vorhandene Eigenheimzulage." Ein ganz besonders entscheidender Faktor bei Bestandsobjekten seien die Lage und die Verkehrsverbindungen: "In der heutigen Zeit ist viel mehr berufliche Flexibilität gefordert als früher, sodass Wohnungs- und Hauskäufer sehr darauf achten, wie gut sie zur Arbeit kommen." Im Gegensatz zu vorhandenem Wohnraum sind insbesondere in Bückeburg trotz fallender Preise Baugrundstücke extrem knapp. Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, erklärt sich durch die wirtschaftliche Gesamtsituation, in der sich der heutige Immobilienmarkt abspielt. "Die heutigen Käufer von Baugrundstücken sind vor allem junge Familien, und bei denen ist das Portemonnaie in den letzten Jahren nun wirklich nicht größer geworden", so Bernd Rinne. "Daher kann ich, auch bei knapperem Angebot, die Grundstückspreise nicht einfach nach oben kommunizieren." Nur noch sechs freie Parzellen hat Bernd Rinne im Neubaugebiet Falkingsviertel an der Hannoverschen Straße anzubieten. "Hier kann allerdings nur noch zweigeschossig gebaut werden." Fünf Plätze sind es im Neubaugebiet "Auf der Höhe" in Petzen. "Dort haben wir 2002 einmal mit 94 Grundstücken angefangen."

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