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Doppelt so viele Besucher wie 2007 beim "Altweibersommer" des Rodenberger Gewerbevereins

Bauchtanz, Sandwiches und Pizza-Suppe

Rodenberg (bab). Die Veranstalter des Rodenberger "Altweibersommers" sind ins Schwitzen gekommen. Das lag nicht nur am sonnigen Herbsttag, sondern auch an der großen Besucherzahl in der Rodenberger Innenstadt. Über eine "Superbeteiligung" freute sich der geschäftsführende Vorsitzende des ausrichtenden Gewerbevereins. "Es gibt weitaus mehr Beteiligung als im letzten Jahr", freute sich Günter Ebertz am Sonntagnachmittag. Rund doppelt so viele Besucher wie 2008 haben sich in der Deisterstadt das Programm angeschaut und den geschäftsoffenen Sonntag genutzt, schätzte Ebertz.

veröffentlicht am 30.09.2008 um 00:00 Uhr

Bei dem Wetter war der Name Programm: Der Rodenberger "Altweiber

Die Geschäftsleute hatten sich auch alle Mühe gegeben, das Motto des diesjährigen "Altweibersommers" attraktiv umzusetzen. Die Gewerbetreibenden machten sich zum Paten unterschiedlicher Nationen und stimmten Dekoration sowie Angebote auf die jeweiligen Länder ab. An den Ständen vor den Geschäften und auf dem Parkplatz Poggenwinkel konnten die Besucher eine kulinarische Europareise antreten. Die Veranstalter und Teilnehmer hatten in ihren Kochbüchern geblättert und boten von spanischem Serrano-Schinken auf Tortilla-Würfeln mit Sangria-Bowle bis zu britischen "Tea and Sandwiches" allerlei Häppchen an, die sich vom üblichen Einerlei mancher Veranstaltungen erfreulich abhoben. Sogar Ungewöhnliches wie Pizza-Suppe durfte beim Stand des Fördervereins der Stadtschule gekostet werden. Am Deister gibt es auch keine langen Diskussionen, was EU-konform ist oder nicht. Die Türkei gehörte am Sonntag klar dazu. Beim Reisebüro am Markt war alles auf das Urlaubsland abgestimmt und auf der Sparkassenbühne glänzte eine Bauchtänzerin mit rhythmischem Hüftschwung. Das Sprachproblem lies sich allerdings nicht so leicht lösen, was sich an drei Versprechern von "DJ-Charly" erkennen ließ, als er den russischen Chor "Sudaruschka" ankündigen musste. Zwischenmenschlich verstanden sich aber alle prima in der familiären Atmosphäre des Festes. Auch die Geschäfte profitierten vom guten Besuch. "Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz", sagte Juwelier Wolfgang Maasch und sprach dabei Dagmar Kretschmer vom gegenüberliegenden Geschäft "Paper&Books" aus dem Herzen. Sie freute sich wenigerüber Umsätze als darüber, mit ihren Kunden näher ins Gespräch zu kommen. "Das ist immer eine gute Gelegenheit. Ich freue mich über die gute Stimmung." Da muss der Gewerbevereinsvorsitzende zustimmen. "Alle sind hellauf begeistert. Es stimmt alles", gab er die Stimmung der Mitglieder wieder. Der Erfolg sei den vielen Helfern im Verein und den beteiligten Organisationen zu verdanken. Kassenwart Matthias Pfadler gab das Kompliment an Ebertz zurück: "Er hat sich sehr reingekniet. Das ist eine ganze Menge Arbeit. Er wurde schon morgens um acht Uhr aus dem Bett geklingelt", sagte Pfadler vor dem Hintergrund, dass Ebertz erst vor einem Monat als Vorsitzender hatte einspringen müssen.

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