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Politik und Rote Röcke: Grünkohlessen des SPD-Samtgemeindeverbandes / Husmann würdigt Reeses Verdienste

Bartling zu Feuerwehr-Belastung: "Regelung finden!"

Kreuzriehe (tes). Wenn der SPD-Samtgemeindeverband Mitglieder und Freunde zum Grünkohlessen einlädt, steht außer geselligem Beisammensein immer auch eine Prise Politik auf dem Programm. 60 Parteigenossen, darunter der Landtagsabgeordnete Heiner Bartling, sowie Vertreter der Vereine, Feuerwehr und Polizei hat der Vorsitzende Udo Husmann im Gasthaus Hattendorf begrüßt. Die Nenndorfer Rotröcke ließen beim Tanz die Trachten fliegen.

veröffentlicht am 22.11.2007 um 00:00 Uhr

Bürgermeister, Samtgemeindebrandmeister, Polizeichef und Vorsitzende der Vereine und Verbände nutzten die Gelegenheit, über die Belange der Stadt Bad Nenndorf sowie der Gemeinden Suthfeld, Haste und Hohnhorst ins Gespräch zu kommen. Der Samtgemeindeverband fungiere dabei als Mittler zwischen denOrtsvereinen, erklärte der Vorsitzende, dem eine besondere Aufgabe zuteil wurde: Husmann holte die Verabschiedung seines Amtsvorgängers nach. Bernd Reese musste im November vergangenen Jahres nach mehr als 13 Jahren vom Parteivorsitz zurücktreten - um Samtgemeindebürgermeister zu werden. Husmann würdigte dessen Verdienste wie die SPD-Fahrpläne, Veranstaltungen und den Bürgerbrief. "In so einer Pleiteregion zu regieren, bringt wahrhaft nicht so viel Spaß", ergriff Reese das Wort. Es sei aber auch viel erreicht worden - vom "Hellweg"-Baumarkt bis zum Tagungszentrum. "Neue Arbeitsplätze sind entstanden und heimische Betriebe profitieren von Aufträgen", betonte der Samtgemeindebürgermeister. "Wir wollen die Einkaufsmöglichkeiten in ,Bad Nenndorf City' verbessern." Der Kurort verfüge mit 17 000 Einwohnernüber große Kaufkraft. Ein weiterer Schritt in Richtung Familienfreundlichkeit sei neben dem Bürgerbüro mit den Hortplätzen gelungen, rechtfertigte Reese damit einhergehende höhere Personalkosten. Ebenso gehöre der "von der alten Bürgermeistermehrheit verursachte Modernisierungsstau an den Grundschulen" der Vergangenheit an, verwies er auf Feuerschutzmaßnahmen und Toilettensanierungen in Haste und an der Berlinschule. "Schulen und Kindergärten bleiben bei uns im Fokus." "Hoffnungsschwanger" sei Reese in Bezug auf das Leaderprogramm, eine Dorferneuerung in Riepen und das Konzept für die Innenstadt. Der Landtagsabgeordnete Heiner Bartling verzichtete bewusst auf Wahlkampfreden und beschränkte sich auf aktuelle lokale Themen - wie die Belastung der Feuerwehr rechts und links der Autobahn. "Hier muss eine vernünftige Regelung gefunden werden", lehnte der Steinberger Vorschläge nach einem achtspurigen Ausbau der A 2 ab. Der Verkehr müsse vielmehr auf die Schiene verlegt werden. Schlechte aber nicht brandneue Nachrichten überbrachte Bartling aus dem Landtag: Im Kultusausschuss haben es die Regierungsfraktionen abgelehnt, das Errichtungsverbot für Gesamtschulen aufzuheben (wir berichteten). Folglich wird es im kommenden Schuljahr keine neuen Gesamtschulen in Niedersachsen geben. Vorher habe dies aus CDU-Kreisen noch anders geklungen, zeigte sich Bartling enttäuscht: "Deshalb traue ich den Versprechungen des Ministerpräsidenten kurz vor der Wahl nicht mehr."



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