weather-image
24°
Runkel wäre dritter Nachrücker / Helmhold will Fraktions-Vize bleiben

Bartling will "sofort loslegen"

Landkreis (ssr). "Sofort loslegen" mit seiner neuen Arbeit als Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion will heute der Schaumburger Landtagsabgeordnete Heiner Bartling. Gestern hat ihn seine Fraktion zunächst kommissarisch auf diesen Posten gestellt, damit er seine Arbeit unverzüglich aufnehmen kann.

veröffentlicht am 30.01.2008 um 00:00 Uhr

Die offizielle Wahl wird aus formellen Gründen in 14 Tagen nachgeholt. Zu zwischenzeitlichen Gerüchten, er sei ein Anwärter auf den Fraktionsvorsitz, sagte Bartling gestern auf Anfrage: "Ich habe immer erklärt, dass ich nicht gegen Wolfgang Jüttner antrete." Dass dieser trotz der verheerenden Wahlniederlage als Fraktionsvorsitzender weitermacht, hält Bartling "uneingeschränkt" für richtig: "Der kann das - seine Erfahrung ist für die junge Fraktion wichtig." Es gehe für die SPD in dieser Situation nicht darum, personelle sondern intensiv inhaltliche Änderungen zu diskutieren, betonte Bartling. Parlamentarischer Geschäftsführer war der 61-jährige Steinberger schon einmal - in den Jahren 1994 bis 1998. "Damals war die Herausforderung, die Koordination der Einstimmen-Mehrheit der rot-grünen Regierungskoalition zu managen, jetzt handelt es sich um eine Oppositionsfraktion." Seine Funktion als innenpolitischer Sprecher der Fraktzion wird Ex-Innenminister Bartling nach eigener Aussage aufgeben, allerdings Mitglied im Innenausschuss bleiben. Der aus dem Landtag ausscheidende CDU-Abgeordnete Joachim Runkel steht auf der Nachrücker-Liste seiner Partei auf Platz drei. "Die Option, dass ich im Laufe der kommenden Jahre noch als Nachrücker in den Landtag einziehen könnte, liegt im Bereich des Möglichen - wir werden sehen, wie die Dinge sich entwickeln", sagte Runkel dazu gestern auf Anfrage. Allerdings mache er dies derzeit nicht zu seinem aktuellen Thema: "Ich werde darauf nicht warten." Als Spitzenkandidatin hat Ursula Helmhold die Grünen zu ihrem bisherigen Rekordergebnis bei Landtagswahlen geführt. Gegen Ende des Wahlkampfes war die Schaumburger Landtagsabgeordnete gelegentlich in Verbindung mit dem künftigen Vorsitz der Fraktion gebracht worden. "Ich habe das aber nie gewollt oder irgendwo behauptet", stellte sie gestern auf Anfrage klar. Sie werde am kommenden Freitag für den Posten des Fraktions-Vize und für das Amt der Parlamentarischen Geschäftsführerin kandidieren. Ihre Wiederwahl gilt unter Beobachtern als sicher. Mit dem bisherigen und wohl auch künftigen Fraktionsvorsitzenden Stefan Wenzel "bilde ich in dieser Kombination politisch ein sehr gutes Team - und genauso soll es auch bleiben."

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare