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Steinberger mahnt zu mehr Sachlichkeit in bildungspolitischen Fragen

Bartling warnt vor Unwahrheiten im "heißen" Landtagswahlkampf

Landkreis (rd). Der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Heiner Bartling mahnt in einer Pressenotiz zu mehr Sachlichkeit in der bildungspolitischen Auseinandersetzung. "Ich habe nichts gegen einen heißen, aber fairen Landtagswahlkampf. Wer aber in der Öffentlichkeit bewusst falsche Behauptungen aufstellt und Tatsachen verdreht, dem fehlen offenbar die inhaltlichen Argumente", so der Steinberger.

veröffentlicht am 10.01.2008 um 00:00 Uhr

Damit reagiert Bartling auf Aussagen des Philologenverbandes und der CDU-Abgeordneten, wonach die SPD Schulen auflösen und eine "Zwangseinheitsschule" verordnen will. Es sei eine "billige Panikmache", derartige Horrorszenarien zu entwerfen und mit den Sorgen der Eltern zu spielen. Wahr ist nach den Worten von Heiner Bartling, dass die SPD ein klares Bildungskonzept vorgelegt hat, dessen Ziel es sei, bis zum Jahre 2013 im Sekundarbereich für jedes Kind wohnortnah eine so genannte "Gemeinsame Schule" anbieten zu können. Diese Schulen werden aber nurüberall dort entstehen, wo Eltern in ausreichender Zahl dies auch wünschen. "Wir werden zwar für die Gemeinsame Schule werben, aber gegen den Willen der Eltern keine Hauptschule, keine Realschule, kein Gymnasium und keine Förderschule auflösen", stellte Bartling gegenüber unserer Zeitung klarheraus. Das Bildungskonzept ist Teil des Regierungsprogramms der niedersächsischen SPD. Bartling forderte die CDU-Landtagsabgeordneten auf, trotz des nahenden Wahltermins bei der Wahrheit zu bleiben. "Die ideologischen Vorkämpfer für das dreigliedrige Schulsystem werden nervös; denn die Zahlen belegen, wie sehr immer mehr Eltern das gegliederte Schulsystem der CDU in Frage stellen", vermutet Bartling als Grund für die Panikmache der CDU-Abgeordneten. Im Schuljahr 2007/2008 befanden sich laut Bartling nur noch 13,2 Prozent der Kinder auf der Hauptschule (Schuljahr 2006/2007: 14,6 Prozent), an der Realschule blieben die Zahlen fast stabil (37 Prozent gegenüber 37,5 Prozent im Vorjahr). In diesem Schuljahr sind 44 Prozent aller Schülerinnen und Schüler auf einem Gymnasium; ein Jahr zuvor waren es 42,7 Prozent.



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