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Justiz soll bei Landwehr unterstützen

Barsinghäuser Parteien: Expansionspläne prüfen!

Bantorf/Bad Nenndorf (kan). Die Barsinghäuser CDU-Ratsfraktion hat dafür plädiert, dass die Verwaltung die Pläne der Stadt Bad Nenndorf zur drastischen Vergrößerung des Gewerbegebiets Bückethaler Landwehr gerichtlich überprüfen lässt. Auch die SPD will rechtliche Schritte prüfen. In der Kur stadt sowie beim Landkreis Schaumburg wollen sich Stadtdirektor Bernd Reese und Landkreis-Sprecher Klaus Heimann nicht zu den neuen Plänen aus Barsinghausen äußern. Sie wollen das für Freitag, 14. Dezember, angesetzte Moderationsverfahren abwarten.

veröffentlicht am 07.12.2007 um 00:00 Uhr

An der Bückethaler Landwehr will Bad Nenndorf den Weg frei machen für diverse neue große Einzelhandelsprojekte. So ist die Neuansiedlung unter anderem eines großen Elektrofachmarktes und eines Drogerie-Discounters im Gespräch. Ratsvorsitzender Marc-Oliver Steuernagel (CDU) spricht von "fatalen Kaufkraftabflüssen", die die Umsetzung der Nenndorfer Pläne für Barsinghausen zur Folge hätte. Die Christdemokraten verteidigen zugleich die von der Partei gewünschte Ansiedelung eines "Kaufland"-Supermarktes an der Egestorfer Straße. Barsinghausen müsse sich auch weiterhin als Einkaufsstadt positionieren, meint Steuernagel. Mit der innenstadtnahen Ansiedelung wolle die CDU einen anderen Weg gehen, "als alles auf die grüne Wiese zu bringen". SPD-Fraktionssprecherin Kerstin Beckmann sieht angesichts der Nenndorfer Pläne eine "ganz problematische Situation für Barsinghausen". Die Anziehungskraft der Bückethaler Landwehr wäre immens, Barsinghausens Innenstadt werde erheblich leiden. Die SPD fordert aber eine sorgfältige Vorbereitung und Abwägung rechtlicher Schritte gegen Bad Nenndorf. Beckmann befürchtet, dass "jetzt das Kind schon in den Brunnen gefallen ist". Die Verwaltung habe es versäumt, frühzeitig mit der Nachbarkommune zu reden. Hinweise auf die Nenndorfer Pläne habe es schon seit längerer Zeit gegeben. "Wir warten das Moderationsverfahren ab - mehr werden Sie von mir nicht hören", sagte Bad Nenndorfs Stadtdirektor Bernd Reese auf Anfrage nur knapp. Landkreissprecher Klaus Heimann verwies ebenfalls auf das Gespräch am Freitag, 14. Dezember.



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