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Turnier in Kleinenbremen mit 24 Teams / "Bückebouler" auf Rang 3

"Bankrotteure" bezwingen Favoriten

Kleinenbremen (ly). So kann's kommen: Stundenlang sieht das Boule-Team Rahden I wie der sichere Sieger aus. Ausgerechnet im Finale machen die haushoch favorisierten Schwiers dann einen taktischen Fehler - und den Weg frei für die "Bankrotteure". Mit 13:9 haben die vier "Bankrotteure", frühere Banker aus Kleinenbremen und Bückeburg, das Endspiel beim zweiten Tripletté-Turnier in Kleinenbremen gewonnen, ausgerichtet vom Verein Dorfgemeinschaft.

veröffentlicht am 15.06.2007 um 00:00 Uhr

In der Ruhe liegt die Kraft, auch wenn sich beim Boule so manche

Allein dieses Finale, ein rund zweistündiger Krimi voller durchdachter Aktionen, wurde von mehr als 100 Zuschauern auf dem "Roten Platz" am Schützenhaus verfolgt. In der Ruhe liegt die Kraft beim Boule, und so betrug die reine Spielzeit des gesamten Turniers zehn Stunden. Rahden, woher die Zweitplatzierten kommen, liegt übrigens imNorden des Kreises Minden-Lübbecke. Vor 40 Jahren als Kegelclub gegründet, haben die "Bankrotteure" vor etwa einem Jahrzehnt mit Erfolg auf Boule umgesattelt. Zum Team gehören Garloff Katz, Dieter Bruns, Jürgen Freitag und Bernhard Lalla. Ihr Markenzeichen ist die knallrote Baskenmütze. Mitgebracht hatten sie zwei Fans aus Südkorea, beide Schwager eines Spielers, die sich hellauf begeistert zeigten. Auf Rang drei landeten die "Bückebouler", im Vorjahr noch Zweite. Im Spiel um Platz drei hatten sie dem Team "Jägerstraße", immerhin Bückeburger Stadtmeister 2006, mit 13:7 das Nachsehen gegeben. Beste Kleinenbremer Mannschaft waren "Die Lütjenbremer II" auf Rang neun. Insgesamt gaben sich bei diesem grenzübergreifenden Wettkampf 24 Teams mit jeweils drei oder vier Aktiven die Kugeln. Sie kamen aus Kleinenbremen, Bückeburg, Bad Nenndorf, Rahden, Bad Eilsen und Hameln. Gespielt wurde nicht etwa auf Bahnen, sondern auf freiem Feld. "Typisch französisch eben", so Bernhard Lalla, Boule-Sportwart der Dorfgemeinschaft und zugleich "Bankrotteur". In Frankreich ist Boule eine Art Volkssport. Keine Resonanz hat Lalla auf seinen Vorstoß bekommen, dieses Jahr erstmals einen Portaner Stadtmeister zu ermitteln. Noch einmal appelliert er jetzt an den Sportsgeist der Boule-Spieler, sich in einem Turnier zu messen. An den Kleinenbremern soll's nicht scheitern. "Wir bekommen sofort fünf bis sechs Mannschaften zusammen", sagt Lalla, (0 57 22) 8 52 80.



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