weather-image
Schlechterer Versicherungsschutz im Fall einer Einheitsversicherung?

Bangen um Feuerwehr-Unfallkasse

Landkreis (jl). Seit August bangen Feuerwehrleute landesweit um ihren Versicherungsschutz, denn es gibt einen Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums, der auf eine Verschlankung der gesetzlichen Unfallversicherung hinauslaufen soll. Gedacht ist unter anderem daran, die Zahl der Versicherungsträger für den Öffentlichen Dienst zu reduzieren. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ist gegen solche Pläne.

veröffentlicht am 16.11.2007 um 00:00 Uhr

Bis jetzt sind Feuerwehrleute durch die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen (FUK) abgesichert. Und bis jetzt honoriert die Kasse das hohe persönliche Risiko, dass die Rettungskräfte eingehen, durch entsprechende Zusatzleistungen bei Unfällen im Dienst an der Allgemeinheit. Diese Absicherung sieht der Kreisbrandmeister als "nicht mehr gegeben", wenn Feuerwehrleute mit Schülern sowie Angestellten des Öffentlichen Dienstes einer Einheitsversicherung zugeschlagen würden. "Freiwillige Feuerwehrangehörige wollen ein intelligentes Risikoausgleichssystem. Sie werden ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig. Sie riskieren ihre Gesundheit für die Sicherstellung des Brandschutzes als gesetzlichen Auftrag für die Gemeinden. Sie opfern sich für die Bürger auf. Die Gefahrenabwehr-Mehrleistungen der FUK tragen diesem Umstand Rechnung", betont Grote und weiß seit Bekanntwerden der Berliner Pläne auch Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier an seiner Seite. Die Kasse arbeitet laut Grote effizient und steht finanziell gesund da. Deswegen sehen die Schaumburger Feuerwehrleute keinen Handlungsbedarf. Diese Position vertritt auch das Land Niedersachsen, das sich bereits für den Erhalt der Selbstständigkeit der FUK ausgesprochen hat. Die Entscheidungsfindung in dieser Angelegenheit ist nach den Worten des SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy kompliziert. Bis jetzt gebe es zur Verschlankung des Versicherungswesens lediglich einen "Prüfauftrag" einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe an die Selbstverwaltungen der landesunmittelbaren Unfallkassen. Die Umsetzung einer solchen Reform sei nach den Vorschriften des noch zu verabschiedenen Gesetzes zur Föderalismusreform Ländersache. "Entsprechend ist das Bestehen der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen durch das gegenwärtig in Berlin diskutierte Bundesgesetz nicht bedroht. Über deren Erhalt wird vom Land Niedersachsen und nicht vom Bund entschieden", betonte der Politiker auf Anfrage.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt