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Straßenbrücken und Fußgängertunnel: Unternehmen hat Pläne für Übergänge in Haste und Hohnhorst überarbeitet

Bahn AG will Dauerstau auflösen - für 11 Millionen Euro

Bad Nenndorf (rwe). Die Bahn AG will die ebenerdigenÜbergänge in Haste und Hohnhorst verbessern. Das Unternehmen hat im Nenndorfer Rathaus gestern seine überarbeiteten Pläne dazu vorgestellt. Elf Millionen Euro wären demnach nötig, den Dauerstau in Haste und die Gefahren in Hohnhorst zu beseitigen. Nun sind die Gemeinden am Zug.

veröffentlicht am 02.06.2007 um 00:00 Uhr

Alltag in Haste: Fußgänger, Radler und Autofahrer stehen an der

Wer sich ein Bild vom Dauerstau am Bahnübergang in Haste machen möchte, der muss nicht lange warten. Kaum sind die Schranken oben, klingelt es auch schon wieder. Das rote Licht springt an, und die rotweißen Metallstangen kommen wieder runter. Gut ein Drittel des Tages sind die Schranken geschlossen, oft auch schon mal 15 Minuten lang. Mancher Autofahrer musste auch schon eine halbe Stunde vor den Gleisen ausharren. "Dieser Zustand gefällt auch der Bahn nicht", sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy. Die Situation ist seit Jahren bekannt und ein Thema. Bis 2004 hieß es stets, im Zuge eines Ausbaus der Bahntrasse von zwei auf vier Gleise würden auch die Übergänge in Angriff genommen. Doch dieses Vorhaben ist für mindestens zehn Jahre aufgeschoben, das Unternehmen konzentriert sich stärker auf die Nord-Süd-Verbindungen. Die Sorge aber, ohne Ausbau sei auch eine Lösung für die ebenerdigen Bahnübergänge in Haste und Hohnhorst auf den St.-Nimmerleins-Tag verschoben, ist offenbar unbegründet. Denn die Bahn hat die bereits 1998 erstellten Pläne nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern bereits überarbeitet. Gestern stellten ein hochrangiger Vertreter aus der Niederlassung Hannover und eine Bauingenieurin die modifizierten Varianten in einem Gespräch im Rathaus vor. Mit Edathy und ihnen am Tisch saßen auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese und Hastes Gemeindedirektor Heinrich Bremer. "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Bahn schon so weit ist", zeigte sich Edathy überrascht, schon Zeichnungen zu sehen. Die Bahn AG hat die Varianten demnach modifiziert und strebt eine günstigere Lösung an. Statt der einst kalkulierten 13 Millionen Euro liegen die Kosten für die beabsichtigten Straßenbrücken und Fußgängertunnel bei etwa elf Millionen Euro, so Edathy. Details dazu nannten die drei Nenndorfer Vertreter nicht. Zunächst wollen sie die Ratsmitglieder in Haste und Hohnhorst informieren. "Das Thema wird sicher bald öffentlich in den Sitzungen behandelt", sagt Reese. Denn zunächste gelte es, die Zustimmungen in den Räten zu erreichen und die Frage der Finanzierung verlässlich zu klären. Denn die Kosten müssten sich die Bahn, der Bund und der Landkreis als Straßenbaulastträger sowie die Kommunen teilen. Wie viel das für Haste und Hohnhorst wären, lässt sich noch nicht sagen. Bremer geht davon aus, dass für diese Investition auch Zuschüsse aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz fließen würden. Kommen die Bahn AG und die Kommunen in diesen Dingen schnellüberein, so ließen sich die Pläne in kurzer Zeit verwirklichen, glaubt Edathy. Er hält einen Baubeginn spätestens Anfang 2010 für realistisch. Viele Autofahrer wären glücklich. Die Zeit der unberechenbaren Dauerstaus am Haster Übergang hätte dann ein Ende.



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