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Ortsrat Krankenhagen drängt auf Hochwasserschutz / Noch im Mai sollen die Arbeiten beginnen

Baggern, bevor die Exter wiederüber die Ufer tritt

Krankenhagen (who). Der Mai ist keine gute Zeit für Ortsratssitzungen, hat Gerhard Werner als Ortsbürgermeister von Krankenhagen, Friedrichshöhe und Volksen am Donnerstagabend festgestellt. Denn: Mit seinem Amtsvorgänger Klaus Wißmann hatte zunächst nur ein interessierter Einwohner auf den Zuhörerstühlen im Clubraum des Gasthauses Kuhlmann Platz genommen. Dazu ließen sich zwei Ortsratsmitglieder entschuldigen, unter anderem wegen unaufschiebbarer Arbeiten in der Landwirtschaft.

veröffentlicht am 10.05.2008 um 00:00 Uhr

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Nach den bewegten Sitzungen der jüngeren Vergangenheit mit Reizthemen wie Kreisstraßenschließung oder Sportplatzbau auf dem Knickbrink kontra Magergrasboden beanspruchte im Wesentlichen die Hochwasserprävention an der Exter längere Zeit. Dazu habe Rintelns Erster Stadtrat Jörg Schröder "schon die Spitze rausgenommen" durch die Mitteilung der Verwaltung, der Durchlass der Bahnbrücke an der Extertalstraße werde noch im Mai geräumt, merkte der Ortsbürgermeister an. "Ich fühle mich trotzdem ein bisschen auf den Arm ge- nommen", spielte Gerhard Werner den Ball in Richtung Wasserunterhaltungsverband weiter. Begründung: Nach den Unwettern mit Überflutungen durch die Exter hat es mehrere Ortstermine an der Problemzone zwischen Bahnbrücke Extertalstraße und Wemke-Einmündung in die Exter gegeben. Dabei war die Notwendigkeit der Räumung der Geröllbänke im Bachbett an der Brücke sowie des Abtrags von abgesetztem Erdreich an den Ufern allseits bekräftigt worden. Nur geschehen ist bislang nichts, außer dass die Zuständigkeitsfrage zwischen Unterhaltungsverband, Stadt Rinteln und den Verkehrsbetrieben Extertal hin und her geschoben worden ist. "Und im Januar 2008 hatten wir schon wieder dreimal Hochwasser, das in die Keller hätte laufen können", mahnte Gerhard Werner dringende Abhilfe an. Im Grunde "ist die laufende Unterhaltung" der Fließgewässer das Problem, appellierte Heinz-Jürgen Requardt für der CDU-Fraktion ausdrücklich in Richtung Unterhaltungsverband. Ebenso Frauke Kampmeier, die für die Krankenhäger SPD in dieselbe Richtung zielte - mit der Forderung, den Verband in die Pflicht zu nehmen. So durch Darlegung einer Prioritätenliste sowie deren geordneten Abarbeitung, die auch Krankenhagen ausreichend berücksichtige. Inzwischen haben sich die Verkehrsbetriebe Extertal zum Ausbaggern des Brückendurchlasses bereit erklärt, berichtete der Erste Stadtrat. Darüber hinaus gehe die Stadtverwaltung davon aus, dass jetzt auch in Sachen Bachbetträumung Bewegung aufkomme. Darauf und auf eine baldige Verbesserung hoffen besonders auch die Anlieger, mahnte Jürgen Hiddessen als direkt Betroffener während der Einwohnerfragestunde. Im Gespräch mit unserer Zeitung standen ihm die dramatischen Stunden aus der Kyrill-Nacht und der Sommerüberflutungen noch deutlich vor Augen. Weitüber zwei Meter sei das Wasser damals spontan im verengten Brückenbereich angestiegen und in seinen Keller eingedrungen. Hiddessen: "Unter normalen Wetterbedingungen bietet die Exter hier ein idyllisches Bild, aber wir haben inzwischen immer ein ungutes Gefühl, wenn dunkle Wolken aufziehen oder wenn wir mal gerne einige Tage verreisen würden."



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