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Verantwortlicher für Fällaktion gefunden

Bäume abgesägt: "Hab' mir nichts dabei gedacht"

Apelern (bab). Derjenige, der für das Abholzen der Bäume an der öffentlichen Straße zwischen Lyhren und Groß Hegesdorf verantwortlich ist, ist gefunden. Wie die Samtgemeinde und der Landkreis mitteilen, hat er sich bereits bei den Behörden gemeldet und wird sich nun einem Ordnungswidrigkeitsverfahren stellen müssen. Unverfrorenerweise hat der Mann sogar eine Fachfirma in die Sache verwickelt, die er mit dem Fällen der Bäume beauftragte.

veröffentlicht am 16.02.2008 um 00:00 Uhr

Bei dem Verantwortlichen handele es sich um einen Unternehmer aus Lyhren, der angeblich beim Entlangfahren der Straße mit seinen Lastwagen von den Bäumen behindert wurde, wie Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann wiedergibt. "Wir fordern natürlich Ersatz", sagt Heilmann. Die Bäume seien bereits älter gewesen und hätten deshalb einen gewissen Wert. Ganz davon abgesehen, dass so ein Vorgehen ungesetzlich ist, erkennen Heilmann und Apelerns Bürgermeister Heinrich Oppenhausen (SPD) das Argument des Verantwortlichen nicht an. Die Bäume hätten absolut keine Behinderung für große Fahrzeuge dargestellt, versichern beide. Die beauftragte Firma Mensching aus Nienbrügge hat im guten Glauben gehandelt. "Wir haben gerade in der Nähe zu tun gehabt, da wurden wir gefragt, ob wir auch für privat arbeiten", erklärt Firmenchef Thorsten Mensching. Er selber sei nicht vor Ort gewesen. Der Auftraggeber habe seinem Vorarbeiter die Bäume gezeigt und behauptet, es seien seine. "Das ist doch auch mit Kosten verbunden", wundert sich Mensching, der nicht damit gerechnet hätte, dass jemand für das Abholzen von Bäumen bezahlt, die ihm gar nicht gehören. "Ich habe mir gar nichts dabei gedacht", sagt er. "Die Firma hat keine Schuld", zeigt Samtgemeindebürgermeister Heilmann Verständnis für das Verhalten. Ob diese eine Mitverantwortung trägt, könne erst das Ordnungswidrigkeitsverfahren zeigen, meint hingegen der Pressesprecher des Landkreises, Klaus Heimann. Der Lyhrener, der sich bei der Samtgemeinde Rodenberg zu der Geschichte bekannt hat, habe sich nun auch bei der Naturschutzbehörde gemeldet. "Es ist schön, dass die Sache erst einmal geklärt ist", sagt Heimann.



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