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Machbarkeitsstudie liegt vor: Zweites Schwimmbecken enthalten / 50 000 Badegäste jährlich

Badewonne: Expansion nicht mehr illusorisch

Nordsehl (gus). Alle Zeichen haben auf Wachstum gestanden, als knapp 50 Mitglieder des Fördervereins Badewonne bei der Jahresversammlung das Jahr 2010 resümiert und das Jahr 2011 ins Visier genommen haben. Eine Expansion des Nordsehler Hallenbads scheint nicht mehr illusorisch.

veröffentlicht am 19.11.2010 um 00:00 Uhr

Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke dankt dem Badewonne-Fördervereinsvorsitzenden Rolf Wöbbeking für dessen unermüdlichen Einsa

Vorsitzender Rolf Wöbbeking hatte einige Zahlen für den Erfolg des Nordsehler Schwimmbads parat. Zwölf Badegäste zählt die Badewonne pro Betriebsstunde. „Der Durchschnittswert in Niedersachsen beträgt 15 pro Stunde.“ Die Badewonne sei aber sogar die Nummer eins unter allen Hallenbädern, wenn diese Zahl noch in Relation zur Wasserfläche gesetzt wird – die Nordsehler Einrichtung hat landesweit die meisten Schwimmer pro Quadratmeter und Stunde. Jährlich springen rund 50 000 Menschen ins Badewonne-Wasser.

Monika Wahlmann berichtete, dass längst nicht mehr alle Wünsche erfüllt werden können. „Vor allem die Kurse sind ausgebucht.“ Diese weichen immer häufiger aus dem dafür vorgesehenen Zeitfenster in den öffentlichen Badebetrieb aus. Besucher, denen medizinische Anwendungen verschrieben wurden, erhielten teils ebenfalls einen Korb.

Jüngst hat Wahlmann zufolge der Kindergarten Bierde (Nordrhein-Westfalen) angeklopft – auch dieser muss mit seiner Gruppe zur offenen Schwimmzeit kommen. Der Andrang in der offenen Zeit schwankt. „Denn es spricht sich herum“, so Wöbbeking, „dass an manchen Tagen viel Volk im Wasser ist.“ Dies führe dazu, dass so mancher Badegast die Badewonne in der Folge meidet. Es könnten also noch deutlich mehr Schwimmer sein.

All diese Argumente kanalisierte Wöbbeking zum seit einiger Zeit kursierenden Wunsch nach Erweiterung der Badewonne. Mittlerweile liege eine Machbarkeitsstudie zum Thema vor.

Diese haben Förderverein und Samtgemeinde, Eigentümer der Badewonne, gemeinsam in Auftrag gegeben. Mit Geld aus dem „Leader“-Programm für ländliche Entwicklung könne die Erweiterung mitfinanziert werden.

Es gibt laut Wöbbeking unterschiedliche Modelle: Eines sieht ein zusätzliches Schwimmbecken vor, ein anderes einen Wellness-Bereich mit Sauna und Kneipp-Anwendungen. Auch ein neuer Eingangsbereich und modernisierte Duschen sind Teil der Entwürfe. Anke warf ein, dass auch schrittweise vorgegangen werden kann. Details drangen noch nicht durch, Anke will das Papier erst den Samtgemeinderats-Fraktionen vorlegen.

Das Wichtigste ist laut Wöbbeking, dass der Ursprungsgedanke, Menschen zusammenzuführen und diesen die Möglichkeit zu geben, ihr Wohlbefinden zu steigern, nicht verloren geht. „Das Schwierigste ist die finanzielle Seite.“ Es dürfe kein zusätzliches Defizit-Potenzial entstehen. Wöbbeking nannte auch die Möglichkeit, zusätzlich zu „Leader“ und öffentlichem Geld Sponsoren ins Boot zu holen.



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