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27:20-Erfolgüber HSG Fuhlen-Hess. Oldendorf / Stadthagen unterliegt Barsinghausen II 31:35

Bad Nenndorf II wirft den Rettungsanker

Handball (hoh/hga). Nach acht Niederlagen in Folge hat der VfL Bad Nenndorf II in der Handball-Landesliga die Notbremse gezogen. In eigener Halle bezwang der VfL die HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf mit 27:20 und besiegelte damit den endgültigen Abstieg der Gäste.

veröffentlicht am 27.03.2006 um 00:00 Uhr

Christoph Lange (M.) entwischt HSG-Verteidiger Dennis Ostermann

VfL Bad Nenndorf II - HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf 27:20 (12:11). Die hohe Belastung durch die Tabellensituation war dem Spiel anzusehen. Gleichwohl war der VfLüberrascht durch das angekündigte engagierte Auftreten der Gäste, die mit einer sehr jungen Mannschaft lange erfolgreich Widerstand leisteten. Mit Torhüter Thorsten Willuhn, Raik Lübke, Jörn Kramer und Tim Brockmann hatte der VfL die Matchwinner in seinen Reihen. Kramer sorgte in Hälfte einsfast im Alleingang für Gefährlichkeit im VfL-Angriff, während Lübke und Youngster Brockmann, der in der Schlussphase bemerkenswert "abgebrüht" zwei Siebenmeter verwandelte, aus dem Rückraum den Erfolg sicherten. Die Gäste ließen erst nach, als der VfL ihren bis dahin besten Rückraumakteur Dennis Ostermann in Kurzdeckung nahm. Im Übrigen war die Begegnung von einer schlechten Chancenverwertung geprägt. "Überragend war ihr Torwart, da sind wir dran gescheitert. Wir hatten 20 Fehlwürfe in der zweiten Hälfte, da weiß man, was der Torwart geleistet hat", zog HSG-Coach Ulf Severin Bilanz, "den Sieg hat der Torwart für den VfL nach Hause gefahren, und kein anderer." "In der zweiten Halbzeit ist Lübke endlich aufgewacht", stellte VfL-Coach Rainer Hinze fest. "Es ist ein wichtiger Sieg für uns. In der ersten Halbzeit hat uns Jörn Kramer wachgerüttelt, der den anderen gezeigt hat, wie man es machen muss", resümierte Hinze. Die engagierte Spielweise der Gäste brachte den VfL 3:5 (10.) in Rückstand. Schnell glich der VfL zum 5:5 (20.) aus, im Anschluss war die Partie bis zur 12:11-Pausenführung der Hausherren ausgeglichen. In Hälfte zwei kämpfte der VfL mit sich selbst, die Gäste ließen nicht locker. In einem hektischen und zerfahrenem Spiel gewann der VfL ab dem 19:16 (42.) langsam die Oberhand, die Kurzdeckung von Ostermann machte sich bemerkbar. Lübke und Brockmann trafen jetzt, beim 25:19 (54.) war die Partie entschieden, der VfL kletterte in der Tabelle von Platz elf auf den zehnten Platz. VfL II: Kramer 6, Lübke 6, Brockmann 5, Lange 3, Stille 3, Sieger 1, Zhorzel 1, Nolte 1, Kleine 1. HSG: Ostermann 5, Wassiljew 5, Bauer 3, Krettek 2, Dorndorf 2, Danger 1, Heppner 1, Köpke 1. Barsinghausen II - Stadthagen 35:31 (14:14). In einer temporeichen und packenden Begegnung stand der ersatzgeschwächte Landesligist VfL Stadthagen am Ende mit leeren Händen da. Die kampfstarke Reserve des Tabellenvierten TSV Barsinghausen gewann das Duell mit einem 35:31-Heimerfolg. "Das war über weite Strecken ein sehr, sehr gutes Spiel von meiner Rumpfmannschaft! Leider fehlte uns bis ganz zum Schluss die Substanz. Hanno Karlheim hat eine bärenstarke Vorstellung geboten. Auch Hagen Hille hatte eine saubere Bilanz", lobte VfL-Trainer Werner Eyßer seine Truppe trotz der Niederlage. Allerdings waren die Stadthäger nicht immer mit der Regelauslegung der Unparteiischen einverstanden und fühlten sichteilweise nicht korrekt behandelt. Die griffigen Deisterstädter legten eine schnelle 3:1 und 7:4-Führung vor. Der treffsichere TSV-Rechtsaußen Henning Meyer (7 Tore) war erfolgreich. Anschließend konnte sich der VfL besser in Szene setzen und konterte über Alex Buhre und Hagen Hille zum 10:8-Vorsprung. Über ein 11:9-Rückstand gelang den Hausherren der 14:14-Ausgleich zur Pause. Auch im zweiten Durchgang entwickelte sich eine abwechslungsreiche und flotte Partie. Die Kreisstädter zogen mit 16:14 in Front. Der TSV blieb nichts schuldig, kämpfte mit harten Bandagen und zog seinerseits mit 22:19 in Führung. In der Schlussviertelstunde war es ein offener Schlagabtausch. Hanno Karlheim markierte den 25:24-Vorsprung. Dann nutzen die Gastgeber drei dumme VfL-Fehler, um vom 30:28 (50.) zur 33:28-Vorentscheidung davonzuziehen. Die Eyßer-Truppe kämpfte verbissen und versuchte das Matchmit einer offenen Manndeckung noch zu drehen. Am Ende wurde der Kampfgeist nicht belohnt und der VfL musste sich mit einer 35:31-Niederlage beugen. Dennoch zeichnen sich für die neue Saisonplanung bei den Stadthägern erfreuliche Tendenzen ab. "Wir konzentrieren uns nicht nur auf die wichtigen letzten Begegnung, sondern basteln in der Osterpause bereits an einer schlagkräftigen Truppe", verkündet Eyßer zuversichtlich. VfL: Buhre 8, Karlheim 7, Hille 6, Fischer 3, J. Becker 2, Rotz 2, Pante 2.

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