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Anneliese Kromuls (72) kurt hier bereits seit 25 Jahren / Nur zwei Mal einen "Tapetenwechsel" versucht

Bad Eilsen ist ihr zweites Zuhause geworden

Bad Eilsen (sig). Das kann einen Bürgermeister schon stolz machen: Da kommt ein weiblicher Kurgast bereits seit 25 Jahren nach Bad Eilsen und weist jeden Gedanken weit von sich, künftig einen Wechsel ins Auge zu fassen. Schließlich ist die Bundesrepublik nicht gerade arm an Heilbädern, die allesamt um die Gunst von Gästen buhlen. Anneliese Kromuls fühlt sich in Bad Eilsen einfach wohl, lobt die Anwendungen, die Freundlichkeit des therapeutischen Personals und den Service allgemein.

veröffentlicht am 26.10.2007 um 00:00 Uhr

Anneliese Kromuls, eingerahmt von der Touristikmanagerin Elke Dr

Die sehr vitale und selbstbewusste 72-Jährige arbeitet als Verwalterin auf dem Rittergut Hilperdingen in Walsrode - und das schon seit über einem halben Jahrhundert. Auch hier beweist sie eine vorbildliche Treue und ein beispielhaftes Pflichtgefühl. In den ersten Jahren, in denen sie ihren Kuraufenthalt in Bad Eilsen verbrachte, wohnte Anneliese Kromuls im früheren "Haus Hamburg" im Einzugsbereich der Wilhelmstraße und später auch im ehemaligen Mütterheim an der Julianenstraße. Seit zwölf Jahren hat sie eine private Unterkunft bei Christa Werhahn am Bergkurpark. In der Regel erholt sie sich hier für zwei bis drei Wochen von ihrer verantwortungsvollen Berufstätigkeit und nimmt dann die ärztlich verordneten Anwendungen. Bei jedem Wiedersehen mit den sie behandelnden therapeutischen Mitarbeitern des Rehazentrums gibt es ein großes Hallo, und auch sonst ist sie in Bad Eilsen schon vielerorts gut bekannt. Der Kurort wurde in der langen Zeit zu einer Art von zweitem Zuhause. Anneliese Kromuls gibt zu, zweimal in der langen Zeit den Versuch eines Tapetenwechsels gemacht zu haben. Das hat ihr nicht gefallen. Sie musste sich den Vorwurf anhören, sie sei wohl in Bad Eilsen zu stark verwöhnt worden. Sicherlich hat ihr aber auch die vertraut gewordene Atmosphäre gefehlt. Und deshalb wird es wohl auch künftig bei ihrem besonderen Verhältnis zu Bad Eilsen bleiben. Als Fortbewegungsmittel benutzt die Walsroderin ihr mitgebrachtes Fahrrad. Damit ist sie recht flott unterwegs und besucht zum Beispiel Bückeburg und Stadthagen. Auch an anderer Abwechslung mangelt es ihr nicht. Sie nutzt das kulturelle Angebot, soweit es sie anspricht. Zuletzt erlebte sie im Kursaal die "Strandfichten". Sie singt selbst gern und gehört einem Chor an, mit dem sie schon einmal nach Bad Eilsen kommen wollte. Ihre offensichtlich größte Leidenschaft ist jedoch das Luftgewehrschießen. In dieser Disziplin ist sie bereits Stadtmeisterin von Walsrode geworden. "Unser Vorbecker Schützenfest ist das größte nach dem in Hannover, und da muss ich jetzt auch wieder hin", berichtete sie uns. Selbst für die Rundenwettkämpfe ihresVereins unterbricht sie ihren Kuraufenthalt. Bei der angeregten Unterhaltung mit Horst Rinne kam dieser darauf zu sprechen, dass er mal ein Praktikum auf einem Gut in der Nähe von Walsrode gemacht hat. Auch dieses Gut kannte Anneliese Kromuls. Ihr Job auf Gut Hilperdingen füllt sie mehr als genug aus. "Ich bin richtig froh, mich nach harter Arbeit wieder in Bad Eilsen erholen zu können", versicherte sie zum Abschied. Damit sie daheim zeigen kann, dass sich ein Aufenthalt in "ihrem" Kurort immer lohnt, bekam sie vom Bürgermeister einen Bild- und Textband.

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