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Präventionsprogramm: Sponsoren gesucht

Backaktion der Schule: Plätzchen gegen Gewalt

Rehren (la). In der Auetaler Grundschule duftet es bereits nach Weihnachtsplätzchen. Kinder mit bunten Schürzen und roten Köpfen stehen in der Küche, rollen Teig aus, stechen Sterne und Herzen aus und überziehen Plätzchen mit Schokoladenguss. "Das macht ganz viel Spaß", freut sich die sechsjährige Alena Heumann. "Und die Kekse schmecken total lecker", stellt der achtjährige Jonas Partsch fest - denn natürlich wird zwischendurch auch genascht.

veröffentlicht am 03.11.2006 um 00:00 Uhr

Konzentriert sind Meike Kuhlmann (v.l.), Maija Groth, Natascha S

Zehn Mütter und 22 Kinder backen seit einer Woche, über 4000 Kekse sind bereits in kleine Tütchen verpackt. Der Elternverein der Grundschule hat die große Keksbackaktion organisiert, um die Kasse etwas aufzubessern und das vom Verein finanzierte Projekt zur Gewaltprävention zu erhalten. Gewalt ist auch an der Grundschule Auetal ein Thema. "Auch wenn es keine großen Schlägereien gibt, Probleme gibt es auch hier im ländlichen Bereich immer wieder", weiß die Vorsitzende des Elternvereins, Sielke Groth. Der Elternverein finanziert daher seit einem Jahr ein erfolgreiches Gewaltpräventionsprogramm. Die Mediatorin Angela Barnewitz kommt einmal pro Woche, und natürlich auch bei Bedarf, in die Klassen und übt mit den Kindern die gewaltfreie Kommunikation. "Sagen statt Schlagen" lautet das Motto. "Seit die Mediatorin an der Schule arbeitet, ist der Lärmpegel sehr gesunken und die gewalttätigen Auseinandersetzungen sind seltener geworden", berichtet Groth. Der Elternverein ist bei der Finanzierung der Mediatorin vollständig auf externe Spenden angewiesen, da das Programm nicht durch die Mitgliedsbeiträge finanziert werden kann. "Wir haben leider nur knapp 200 Mitglieder. Bei einem Beitrag von nur sieben Euro pro Jahr könnten noch viel mehr Auetaler unserem Verein beitreten", wirbt die engagierte Mutter. Rund 400 bis 500 Euro kostet das Projekt jeden Monat und um etwas Geld in die Kasse zu bekommen, haben die Grundschulkinder und deren Mütter jetzt in der neuen Schulküche über 4000 Weihnachtskekse gebacken. "Das war sozusagen die Einweihung unserer Küche, die ja erst seit Juli steht", so Groth. Die Zutaten wurden von der Firma Küchentrend, Andrew Kreye, gespendet. 14 Kilogramm Mehl, 36 Päckchen Butter, 86 Eier und vieles mehr wurde inzwischen verarbeitet. Die Kekstüten werden in verschiedenen Auetaler Geschäften gegen eine Spende von mindestens einem Euro angeboten, so dass jeder Auetaler das Gewaltpräventionsprogramm unterstützen kann. "Einige Unternehmen haben schon im Vorfeld je 50 Tüten bestellt, die sie ihren Kunden schenken möchten", freut sich Groth. Natürlich kann der Elternverein eine Spendenquittung ausstellen und selbstverständlich können Firmen und Bürger auch einfach so für das Gewaltpräventionsprogramm spenden. Die Kontonummer des Elternvereins der Grundschule Auetal lautet: 540 178 001, BLZ 255 514 80, Sparkasse Schaumburg. Die Kekstüten sind in folgenden Geschäften zu bekommen: Sparkasse Rehren, Volksbank Rehren, Blumen Schulte, Bastelladen Taborsky, Tankstelle Bredemeier, Postagentur, Seniorenresidenz "Am Schäferhof", Angie's Haarbutze, Friseur Wiemann, Fuß& mehr. 450 Kekstüten sind bereits vorbestellt und natürlich backen die Kinder mit ihren Müttern gern noch mehr.

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