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Bad Nenndorfer haben achtÄnderungsvorschläge / Lob für Verschiebung des Knotenpunktes

B 65-Ausbau: Stadt schreibt an Landkreis

Bad Nenndorf (rd). Drei Wochen nach der Sitzung des Bauausschusses hat die Stadt dem Landkreis eine offizielle Stellungnahme zu den Plänen zum Ausbau der B 65 geschickt. Darin enthalten sind achtÄnderungsvorschläge für die vorgestellte Variante.

veröffentlicht am 02.04.2007 um 00:00 Uhr

Vorweg schickt die Stadt ein Lob: "Die Variante zur Verschiebung des Knotenpunktes in Richtung Rodenberg ist grundsätzlich der richtige Ansatz zur Problemlösung, weil damit signifikante Verbesserungen hinsichtlich der Lärm- und Staubbelastung erreicht werden können." Dennoch müsse diese Variante weiter optimiert werden, heißt es in der zweiseitigen Stellungnahme, die Stadtdirektor Bernd Reese ins Kreishaus geschickt hat. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hatte sich nach dem Bauausschuss nochmals mit dem Thema befasst und achtÄnderungs- und Ergänzungsvorschläge gefasst. Ein wichtiger Punkt darin: Die Stadt erwartet, dass bei einem Verschieben des Kreuzungsbereichs bei Drei Steine ihr finanzieller Anteil durch einen Zuschuss aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) sowie eine Sonderzahlung des Landkreises ausgeglichen wird. Weitere Forderungen: Die Trasse muss im Bereich Kratergelände geringfügig nach Süden abgerückt werden, wie vorgesehen (aber südlicher) über die B 442 mit den beiden Anbindungen geführt und erst unterhalb des Erlengrundes wieder auf die alte Trasse der vorhandenen B 65 gelegt werden. Die Radwege sollen trassennah beibehalten werden. Dem Wirtschaftsweg "Vor der Höhe" muss an der vorhandenen Stelle ("Nisse") eine Verbindung zur B 442 erhalten bleiben. Lärmschutzeinrichtungen müssen errichtet werden, und zwar trassennah. Dies gilt grundsätzlich auch für den Bereich Waltringhausen und den Krater (Zoo). Zum Zeitpunkt der Vorlage des Entwurfs müssen auch schalltechnische Nachweise vorgelegt werden. Dabei muss auch untersucht werden, ob ein aktiver Lärmschutz (wegen der vorhandenen Grundbelastung durch die A 2) Wirksamkeit entfalten kann oder ein passiver Lärmschutz sinnvoller ist. Die Leistungsfähigkeit der Auf- und Ausfahrten B 65/B 442 ist hinsichtlich der Linksabbiegevorgänge von Bad Nenndorf in Richtung Hannover und umgekehrt nachzuweisen. Dabei sollen Vor- und Nachteilen für eine etwaige zusätzliche Ausfahrt in Höhe der Geckstraße für Bad Nenndorf zu prüfen. Weiterer Untersuchungsbedarf: Wie zum Lärmschutz ist auch zur Staubbelastung und Wasserwirtschaft (Rodebach) eine Gefährdungsabschätzung gutachtlich aufzubereiten. Im Bereich des im Flächennutzungsplan dargestellten Erdfallgefährdungsgebietes sind vorhandene Absackungen gemeldet worden. Eine geologische Untersuchung wird hier für sinnvoll gehalten. Die Kosten der Maßnahme, die die Stadt Bad Nenndorf über die fachrechtlichen Beteiligungsregelungen treffen, müssen sowohl über eine GVFG-Zuwendung als auch darüber hinaus durch einen Sonderausgleich seitens des Landkreises getragen werden. Soweit die Maßnahme einvernehmlich nur bedarfsplanrelevant durchgeführt werden könnte, muss eine besondere Kostenausgleichsvereinbarung getroffen werden, um eine zukunftsorientierte Gesamtlösung zur Planfeststellung zu bringen. Die Planfeststellung zum Ausbau der Kreisstraße 48 zwischen Horsten und Riepen für Fahrbahn und Radweg müssen mindestens zeitgleich mit der Planfeststellung B 65 betrieben werden. Zwischen Riepen und dem Anschluss bei Algesdorf sollte für eine direkte Trassierung ohne Abbiegevorgänge gesorgt werden.

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