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Entwurf bereitet im Bad Nenndorfer Rathaus an einigen Stellen Kopfzerbrechen

B 65-Ausbau: Fragenüber Fragen

Mehr Sicherheit soll der Ausbau der Bundesstraße 65 bringen. Die Zufahrt bei Algesdorf, an der das Holzkreuz an einen tödlichen Unfall erinnert, will der Landkreis zu einem Knotenpunkt mit Auf- und Abfahrten ausbauen. Foto: fox Bad Nenndorf (rwe). Die neuen Pläne für den 2+1-Ausbau der Bundesstraße 65 bei Bad Nenndorf bereiten Vertretern der Stadt durchaus noch Kopfzerbrechen. Zwar sind einige Wünsche der Anlieger und der Politik in den jetzt vorgestellten Entwurf eingeflossen, doch vor allem bei der Stadt gibt es noch Forderungen, die im Zuge der Maßnahme erfüllt werden sollen.

veröffentlicht am 27.01.2007 um 00:00 Uhr

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Viel Licht, aber auch Schatten sieht Bad Nenndorfs Stadtdirektor Bernd Reese, wenn er sich die Skizze mit der um 250 Meter verschobenen B 65-Trasse und den beiden Knotenpunkten bei Drei Steine und Algesdorf ansieht. "Das ist natürlich ein Fortschritt", sagt Reese mit Blick auf den Entwurf. Doch wunschlos glücklich ist er mit der Lösung nicht, die nach Auskunft des Landkreises auch noch nicht im Detail ausgearbeitet ist. "Da wird noch drüber zu reden sein", sagt denn auch Reese. Einen Termin dafür gibt es schon. Am 15. Februar empfängt der Landkreis die Vertreter aus den betreffenden Kommunen im Kreishaus. Für das Treffen hat Reese auch schon einige Punkte auf dem Zettel. Ob die Auf- und Abfahrten an Drei Steine so glücklich angelegt sind, bezweifelt er. Auch die beabsichtigte Straßenführung am Knoten für Algesdorf/Riepen hat er sich notiert. Er nimmt noch weitere Fragen mit. So möchte er wissen, wie der Landkreis den Schweinemastbetrieb bei Riepen anbinden will und wer die Kosten dafür übernimmt. Des weiteren erwartet er, "dass endlich der Radweg an der Kreisstraße zwischen Horsten und Riepen gebaut wird". In diesem Punkt sei die Stadt stets mit Hinweis auf den B 65-Ausbau vertröstet worden. "Dazu würde ich gerne etwas hören." Und auch auf die wichtigste aller Fragen will er eine Antwort: Wie viel muss die Stadt berappen? Die finanzielle Beteiligung am Ausbau des Knotenpunktes hat nicht nur ihn sehrüberrascht. Nach dem Zeitungsbericht über den 2+1-Ausbau klingelte etliche Male das Telefon in dieser Sache. "Ich war Bauausschuss-Vorsitzender im Kreistag, davon war nie die Rede." Das sehen die Planer im Kreishaus anders. Schon alsüber einen Trog verhandelt worden ist, sei eine Beteiligung im Gespräch gewesen, sagt Baudezernet Karl-Erich Smalian. An einem Kreuzungsumbau seien alle Baulastträger beteiligt. Das dürfte auch der Bad Nenndorfer Bauverwaltung bekannt sein. In welcher Höhe die Stadt dabei wäre, kann Smalian nicht sagen. "Das sind komplizierte Kreuzungsrichtlinien." Und eine Rechnung will der Kreis erst aufstellen, wenn die Planung dafür im Detail stehe. "Aus dem Bauch" schätzt der Dezernent, komme die Stadt bei der verschwenkten Lösung günstiger als bei einem Trog. Die Antworten beim Landkreis dürften den Stadtdirektor nicht zufrieden stellen. Beim Knoten Algesdorf/Riepen ist der Kreis am weitesten. Smalian spricht von einer zügigen und eleganten Linienführung. Die Eigentümer seien weitgehend einverstanden. Für den schon lange beabsichtigen Ausbau der Kreisstraße 49 zwischen Riepen und Horsten verweist der Kreis auf die schwierige Planung im Überschwemmungsgebiet der Rodenberger Aue. Durch den neuen Anschluss von Riepen an die B 65 seien diese beiden Maßnahmen miteinander verbunden. Allerdings macht Kreispressesprecher Klaus Heilmann wenig Hoffnung, dass der Radweg im Zuge der B 65-Lösung mit verwirklicht wird. "Die Haushaltsprobleme sind bekannt." Straßenbaumaßnahmen seien nur noch eingeschränkt möglich.



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