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SPD-Ortsverein Rodenberg sieht sich nah am Bürger / Zufrieden mit eigener Politik / Eilsens Statusverlust ein Warnsignal

B 65: "Rodenberg und Bad Nenndorf müssen sich einigen"

Rodenberg (bab). Der SPD-Ortsverein Rodenberg sieht sich in seiner Rolle als kommunale Bürgervertretung bestätigt. Das äußerte Vorsitzender Hans-Dieter Brand bei der Jahresversammlung mit Blick auf die öffentliche Diskussion zum Ausbau der B65.

veröffentlicht am 29.11.2007 um 00:00 Uhr

Auch die Unterstützung von Vereinen und die Pläne zum Bau einer neuen Sporthalle nannte Brand. Mehr Bürgerbeteiligung wird auch im Unterbezirk vorbereitet. Wohnortnahe Weiterbildung soll demnach aufgebaut werden. "Wir haben nicht die Mehrheit, aber ein entsprechendes Gewicht", blickte Brand auf die Ergebnisse der Kommunalwahl zurück. Während bei der CDU eher das parteipolitische Herz schlage, sei die Politik der SPD sachbezogen und bürgernah. Das mache sich beispielsweise bei der Diskussion um die B 65 bemerkbar. Die Sozialdemokraten hätten dabei die Bürgerinteressen in den Vordergrund gestellt. "Wir müssen die Bürger mitnehmen auf dem Weg", so Brand. Dass die Trasse der Bundesstraße nun tiefer geführt werden soll, sei ein Verdienst aller an der Diskussion beteiligten. Marina Brand, Mitglied im Kreistag, betonte, dass es bei diesem Thema eine enge Abstimmung mit der Nenndorfer SPD gibt. Dem komme für sie im Hinblick auf das Gewicht im Nordkreis eine Bedeutung zu, "damit wir als Nordregion auch wahrgenommen werden". Rodenberg und Bad Nenndorf müssen sich deshalb nach Meinung der SPD im Planfeststellungsverfahren auf eine Linie einigen. Peter Friedrichkeit befürchtet, dass die letzten, der Öffentlichkeit bekannten Pläne bereits Makulatur seien. "Es sieht nicht so aus, dass sich Rodenberg und Bad Nenndorf einigen, wenn man die Bad Nenndorfer Vorstellungen kennt. Ich befürchte Schlimmes." Bad Eilsens Verlust des Heilbadstatus' sei außerdem ein Warnsignal. Uwe Märtens wunderte sich über die Bad Nenndorfer Haltung. Auf der einen Seite würden die Gewerbegebiete an der Bückethaler Landwehr ausgebaut, auf der anderen wolle die Kurstadt die Anbindung so weit wie möglich weg legen. Hans-Dieter Brand sieht die bürgernahe Politik der Rodenberger SPD zudem im Umgang mit den Vereinen. Er forderte, die zukünftige Entwicklung einzubeziehen. Bei einem Sporthallenneubau müsse eine geänderte Schulstruktur beim Bedarf der Vereine berücksichtigt werden. "Wir haben beiden Vereinen eine Menge finanzieller Ressourcen entgegengebracht", sagte Brand mit Blick auf die Sportvereine TSV und SGR, jetzt müsse geschaut werden, wie mit deren Bedarf weiter umzugehen sei. Den Einsatz für den Wiederaufbau der Windmühle und die Ausgrabungen am Schloss erwähnte Brand ebenso. "Das sind Objekte, die man entsprechend bewerben muss." Der Vorsitzende forderte eine stärkere Einbindung der Rodenberger Sehenswürdigkeiten in den Fremdenverkehr. "Beim Tag des offenen Denkmals kamen nur Klagen", so Brand. Die Bürger stärker für den politischen Prozess zu interessieren und ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten zu eröffnen, plant der Unterbezirk der SPD. Märtens und Birger Langenströer vom SPD-Unterbezirksvorstand stellten das Konzept vor. So sollen die Ortsvereine kurze Seminare anbieten.



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