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Landkreis findet "planbare Variante" / Landrat: Entscheidend für den Durchbruch

B 65: Kompromiss mit zwei Kreiseln

Nenndorf/Rodenberg (bab). Der Landkreis Schaumburg, Rodenberg und Bad Nenndorf haben bei der Planung zum B 65-Ausbau offenbar den Durchbruch geschafft. Wie Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier bestätigt, ist eine Variante gefunden worden, der alle Beteiligten zustimmen können. Auch die Straßenbauverwaltung und die Planungsbüros haben an der so genannten Variante 4 entscheidend mitgewirkt.

veröffentlicht am 12.01.2008 um 00:00 Uhr

"Wir haben eine Superlösung gekriegt", freut sich Schöttelndreier. Zu Beginn der Woche habe der Landkreis zusammen mit den Hauptverwaltungsbeamten Nenndorfs und Rodenbergs zusammengesessen. Mit von der Partie seien die dortigen Kreistagsmitglieder und örtliche Ratsmitglieder quer durch die Fraktionen gewesen sowie Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, und des Planungsbüros Kirchner sowie der Vorsitzende des Kreisbauausschusses. "Aus all' den Vorschlägen aus Bad Nenndorf und Rodenberg ist eine planbare Variante geworden", sagt der Landrat, der die gemeinsame Zusammenarbeit als "das Entscheidende" für den Durchbruch wertet. Die Variante 4, die Kreisbaudezernent Karl-Erich Smalian anhand eines Plans erklärte, ist den Konzepten, die von Rodenberg und Nenndorf zur Diskussion gestellt wurden, sehr ähnlich. Ein Novum sind zwei Kreisel, die für einen reibungslosen Verkehrsfluss am neuen Knotenpunkt Drei Steine sorgen sollen. Auf- und Abfahrten sind so ohne Ampeln gewährleistet. Nach Erkenntnissen des Verkehrsplanungsbüros Hinz und des Planungsbüros Kirchner sowie der Straßenbauverwaltung ist dieses Konzept geeignet. Die neue Trasse wird weitgehend höhengleich dem Gelände folgen, teilweise sogar abgesenkt. Alle notwendigen Nord-Süd-Verbindungen(B 442, Fuß-, Rad- und Wirtschaftswege) werden über die B 65 führen. Die Anbindung der B 442 aus Rodenberg kommend wird direkt auf den südlichen Kreisel des neuen Knotenpunktes zugeführt. Wer nach Hannover will, kann gleich nach rechts ausfahren, wer nach Bad Nenndorf oder Stadthagen möchte, muss über die Brücke die B 65überqueren und den zweiten, nördlichen Kreisel benutzen. Von Bad Nenndorf aus gilt dasselbe in umgekehrter Richtung (nach Stadthagen geht es im ersten Kreisel nach rechts, nach Hannover oder Rodenberg bringt den Autofahrer der zweite Kreisel). Der Knotenpunkt wird zwischen dem Rodenberger Wohngebiet Grover Grenze und der alten Trasse in der Bad Nenndorfer Gemarkung liegen,ähnlich wie die Stadt Rodenberg es vorgeschlagen hatte. Die neue Trasse wird aus Richtung Stadthagen in Höhe der Algesdorfer Einmündung "Im Wiesenfeld", kurz vor der Auebrücke von der alten Fahrbahn abweichen und erst vor dem Erlengrund wieder auf die vorhandene Trasse geführt. Letzteres hatteBad Nenndorf vorgeschlagen. "Aus unserer Sicht umfahren wir alle kritischen Punkte", sagte Smalian. Weder der Krater-Zoo noch ein privates Gebäude werden dabei berührt. Sogar das Wäldchen mit der Saatkrähen-Kolonie hinter dem Zoo werde nicht angetastet. "Und wir haben die B 65 unten", so Smalian, der dabei die Rodenberger Kritik an einem zu hohen Wall und einem Brückenkoloss noch im Ohr hat.



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