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Anwohner sind gegen Minimallösung

B 65: Initiative will Lärmschutz an Trasse

Bad Nenndorf. Die drei Sprecher der Bürgerinitiative für einen effektiven Lärmschutz beim 2+1-Ausbau der B 65 bei Bad Nenndorf beziehen nun offiziell Stellung zu der neuen Planung. Im Vorfeld deröffentlichen Sitzung des Bauausschusses am 7. März um 18 Uhr in der Wandelhalle übermittelten sie ihre "Wünsche, Forderungen und Meinungen" an die Stadt und den Landkreis Schaumburg.

veröffentlicht am 03.03.2007 um 00:00 Uhr

Generell fordern Johann Averbeck, Eckart Bohm und Lothar Eggert in ihrem Brief "einen effektiven, aber auch harmonisch in die Landschaft passenden Lärmschutz direkt an der Lärmquelle entlang der Straße." Die Initiative sei nicht gegen den Ausbau, sei doch die B 65 der Unfallschwerpunkt im Landkreis. Kritik gibt es an der Planung für den Abschnitt Drei Steine/Hinter den Höfen. Dort sehen die Pläne nur im östlichen Teil einen Lärmschutzwall direkt an der Straße vor, während er im Bereich der Verschwenkung in Richtung Rodenberg nicht dem Verlauf der neuen B 65 folgt, sondern wie bisher an den Häusern vorgesehen ist. "Da ein Wall in großem Abstand zur Lärmquelle keinen optimalen Lärmschutz darstellt, fordern wir dort eine Änderung." Im Bereich Bückethaler Landwehr sei die Variante völlig unbefriedigend, heißt es weiter. Die Grundlösung dort sehe nur einen passiven Lärmschutz durch den Einbau von Lärmschutzfenstern im Obergeschoss vor. "Die sind jedoch schon jetzt als Folge des sehr stark gestiegenen Verkehrs auf der B 65 und der A 2 extrem betroffen." Eine Minimallösung sei nicht hinnehmbar. Die Sprecher verweisen auf die künftige Zunahme des Verkehrs durch den neuen Baumarkt oder die spätere Anbindung der B 65 an die Nordumgehung der A 33 in Bad Oeynhausen. Es sei mit einer deutlich zunehmenden Lärmbelastung für die Anwohner zu rechen. Darum fordern die Anlieger die verbindliche Zusage für eine Lärmschutzmaßnahme an der Bückethaler Landwehr im Bereich der Kreuzung und entlang der B 65/B 442. Die Verlegung der Trasse um 250 Meter in Richtung Rodenberg ist für die Initiative ein "sehr sinnvoller Kompromiss". Mit dieser Lösung würde der Kreis einen fließenden Verkehr auf der B 65 gewährleisten. Die immer wieder diskutierte Troglösung nennt die Initiative nicht nur "teuer", diese brächte auch eine erhebliche Zunahme von Abgasen mit sich, da der Verkehr, vor allem der in Richtung Osten, dann von sechs Metern Tiefe unter der Kreuzung Drei Steine auf das Niveau von sieben Metern an der Geckstraße steigen müsste. Die vorgestellte Variante habeden Vorteil, dass die B 65 an der geplantenÜberführung über die B 442 schon nahezu in der Höhe verläuft. "Es gäbe dann nahe dieses Wohnbereichs nur noch einen geringen Steigungsverkehr."



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