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Kreisverwaltung: Extra-Verfahren für K 48 und 49 bei Riepen und Horsten

B 65: Bei Ausbau kommt Radweg

Bad Nenndorf (rwe). Der Landkreis Schaumburg will den seit Jahren geforderten Radweg zwischen Riepen und Horsten in Angriff nehmen. Zeitgleich mit den Planungen für den Ausbau der Bundesstraße 65 soll es ein Extra- Verfahren für die Kreisstraßen 48 und 49 geben.

veröffentlicht am 14.03.2007 um 00:00 Uhr

Eine Liste mit Wünschen hatte sich Volker Busse, Sprecher der Ratsgruppe SPD/WG, mit in die Sitzung des Bauausschusses gebracht, die er im Zusammenhang mit dem Ausbau der B 65 hat. Ganz oben steht der Radweg an der Kreisstraße zwischen Riepen und Horsten. Mit der Forderung stand Busse nicht alleine da. Auch CDU-Fraktionssprecherin Ellen Hültenschmidt sieht Handlungsbedarf. Und Ratsherr Ralph Tegtmeier erinnerte daran, dass die Einwohner seit 30 Jahren vertröstet würden. Er kritisierte, dass der Landkreis erst EndeJanuar mit Blick auf die finanziell prekäre Lage einen Ausbau als eher unwahrscheinlich eingestuft hatte. Doch Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und auch Baudezernent Karl Erich Smalian hinterließen den Eindruck, als sei es der Kreisverwaltung ernst mit dem Projekt. Sie sagten zu, den Ausbau der Kreisstraßen 48 und 49 separat zu planen. Das ginge schneller und entlaste das Verfahren zur B 65, argumentierte der Landrat. Einen Zeitpunkt nannte er nicht, aber nach seinen Vorstellungen will er bereits 2009 mit dem 2+1-Ausbau anfangen. Da Riepen künftig über eine neue K 48 an den Bau des geplanten Knotens bei Algesdorf angebunden würde, müsste die Planung dafür dann ebenfalls fertig sein. Smalian sagte zu, dass darin auch der Radweg berücksichtigt wird. Doch der Landrat und seine Planer sollen sich nicht nurüber den Radweg den Kopf zerbrechen. Busse kritisierte die Anbindung der Landwirtschaft und verwies auf die Umwege, wenn die Bauern künftig über die Rodenberger Umgehung auf ihre Äcker müssten. Der Landkreis will die Pläne überarbeiten. Zum von allen Parteien geforderten Lärmschutz meinte Smalian, dieser werde durch zahlreiche Regelungen sichergestellt. Bezogen auf die geplante Straßenbrücke zwischen Bad Nenndorf und Rodenberg verwies er darauf, dass die sechs Meter Höhe bei der Schallausbreitung für die Orte keine Rolle spielten. Laut Smalian eröffnet eine geschickte Planung zudem die Möglichkeit, sich an manchen Stellen zusätzlichen Lärmschutz finanzieren zu lassen. Das beratende Mitglied Ewald Siekmeier verwies darauf, dass sich bei Regenfällen das Wasser von etwa 150 Hektar Land am geplanten Knotenpunkt sammeln könnte. Bauamtsleiter Bernd Hugo räumte ein, dass eine wasserwirtschaftliche Berechnung erst erfolgt, wenn die Trasse genau feststeht. Jedoch sei die Situation bekannt. Volker Busse schlug zudem vor, später von der B 65 aus Richtung Hannover an Drei Steine einen Rechtsabbieger in den Kurort vorzusehen, so dass sich die Fahrer stadteinwärts den Umweg über den Knoten sparen. Planer Ralf Ottermann machte einen skeptischen Eindruck. Schöttelndreier sagte zu, die Idee zu prüfen. Sorgen machte sich Ellen Hültenschmidt mit Blick auf die westliche Entlastungsstraße. Werde der Knoten um 250 Meter verschoben, könnten viele Einwohner aus den Neubaugebieten die Strecke um den Ort meiden und künftig durch die Kurstadt in Richtung Hannover fahren. Genau das Gegenteil glaubt der Landrat. Statt zwei Ampeln am Krater und an Drei Steine gebe es später keine mehr. "Das geht alles schneller. Genau an der Stelle macht der Ausbau richtig Sinn."



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