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Buchholz regt Neuregelung für Grenzlandanwohner an / AWS: Öffnung möglich durch kostendeckende Gebühren

AWS-Ansturm: Verwaltungsspitze für offenen Sonnabend

Rinteln (wm). Letzten Mittwoch ab 13 Uhr: Lange Schlangen auf dem Doktorseeweg bis weit in die Hartler Straße, Gedränge vor der Einfahrt zur Dauerannahmestelle der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS).

veröffentlicht am 18.08.2006 um 00:00 Uhr

Die Situation am Mittwochnachmittag: Lange Schlangen vor der Ann

Mit als Ursache für das Verkehrschaos sieht Ortsbürgermeister Ulrich Goebel, dass Autofahrer, die von der Westumgehung kommen, mit keinem Schild darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie nach links über einen Stichweg zum Doktorseeweg und damit zur Annahmestelle abbiegen müssen. Stattdessen würden diese Müllanlieferer von der "verkehrten Seite" auf den Doktorseeweg gelenkt. Goebel schlägt vor, zusätzliche Schilder an der Hartler Straße anzubringen und jedem Anlieferer einen Merkzettel mit einer Wegskizze in die Hand zu drücken. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz sieht das Problem grundsätzlicher: Angesichts der Anlieferungszahlen sollte die AWS darüber nachdenken, weitere Öffnungszeiten beispielsweise am Sonnabendmorgen anzubieten, damit sich der Ansturm entzerrt. Zumindest aus Rintelner Sicht sei auch die Klage der AWS nicht verständlich, dass Bürger aus Eisbergen, Stemmen und Varenholz versuchten, in Rinteln ihren Müll loszuwerden - was derzeit wohl auch aus Rechtsgründen nicht möglich sei. Bei jeder anderen Gelegenheit würde die Stadt Rinteln um die Grenzlandanwohner regelrecht werben als Gäste für die Fußgängerzone, bei den Veranstaltungen wie dem Altstadtfest und als Nutzer des Rintelner Krankenhauses. Geprüft werden sollte deshalb, regt Buchholz an, ob sich hier nicht eine neue Regelung finden lasse. Die hat AWS-Geschäftsführer Peter Kühn schon. Bisher würde jede Müllanlieferung an einer Annahmestelle über alle Gebührenzahler subventioniert. Würde man beispielsweise kostendeckende Gebühren einführen - wie sie Gewerbetreibende bereits zahlen, die Müll abladen - könne hier jeder hinkommen, vorausgesetzt, die Kapazität einer Annahmestelle gebe das her. Grundsätzlich könne eine solche Entscheidung nur auf "politischer" Ebene, also im Aufsichtsrat sowie möglicherweise sogar durch die Gremien des Kreistages gefällt werden. Das gelte auch für den Rintelner Vorschlag, die Öffnungszeiten der Annahmestelle auf den Sonnabend zu erweitern.

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