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Bundesvorsitzender Schmidt lobt Verschränkung mit ehrenamtlicher Arbeit in Stadthagen / Eintrag ins Goldene Buch

Awo-Chef: Beim Sozialen vorbeugen statt reparieren

Stadthagen (lmh). Viel Lob von höchster Ebene haben der Schaumburger Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und dessen Kooperationspartner bekommen. Awo-Bundesvorsitzender Wilhelm Schmidt äußerte dies am Donnerstag bei seinem Besuch in der Kreisstadt in Begleitung des SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy.

veröffentlicht am 04.10.2008 um 00:00 Uhr

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"Ich reise viel umher und sehe mir an, wie es an der Basis bestellt ist", begründete Schmidt sein Kommen: "Wenn man immer nur in Berlin sitzt, wird man ja mit der Zeit ganz betriebsblind." Über die Situation der Awo in Schaumburg ließ Schmidt sich von Bürgermeister Bernd Hellmann und vom Awo-Kreisvorsitzenden Ernst Kastning aufklären, mit welchem ihn eine alte Freundschaft verbindet. Die Awo-Mitarbeiterinnen Ulrike Dommnich und Helga Freude berichtetenüber ihre Tätigkeit im Stadthäger Familienzentrum. In diesem arbeitet die Awo mit verschiedenen anderen Organisationen, wie beispielsweise dem Kinderschutzbund, unter einem Dach zusammen. "Und die Zusammenarbeit funktioniert wirklich ganz wunderbar", merkte Dommnich an. "Das Familienzentrum und auch das Mehrgenerationenhaus in der ,Alten Polizei' sind gute Beispiele dafür, was freie gemeinnützige Organisationen leisten können, wenn sich auch die Kommunen mit reinknien", erklärte Kastning. Schmidt zeigte sich beeindruckt und sehr zufrieden darüber. "Auf diese Weise können wir vorbeugend arbeiten und müssen nicht nur als Reparaturbetrieb auftreten. Das ist eine sehr gute Grundstruktur, die ich als gutes Beispiel gerne mit auf den Weg nehme." Weniger optimistisch stimmte Schmidt das Treffen mit den Awo-Kreisvorständen aus Schaumburg und Nienburg. Während sich die Schaumburger auch hier mit Blick auf die Mitgliederentwicklung als "klein, aber durchaus stabil" bezeichnen konnten, wie Kastning es formulierte, wurden im nördlichen Nachbarkreis ernsthafte Probleme deutlich. "Für unsere Zukunft sehe ich da so recht keine Perspektive", warnte der Nienburger Awo-Kreisvorsitzende Hans-Ulrich Haßlinger: "Bei uns im Südkreis gibt es Ortsgruppen, da streitet man sich, wer vom Vorstand noch lebt und wer nur schwer krank ist." Die Frage sei, so Schmidt, was man den Mitgliedern bieten könne. "Ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Mitglieder rekrutiert sich heute aus dem direkten Umfeld der Awo-Einrichtungen, und das ist ja auch in Ordnung." Eine wichtige Aufgabe für die Kreisvorstände sei es, die regionalen Gruppen fit zu machen für die nächste Generation der Ehrenamtlichen, die vermutlich weniger Zeit investieren kann.



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