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Fehler bei Bestellung für Bergkurpark / Stellfläche soll geebnet werden

"Auweia": Spielgerät ist zu groß

Bad Eilsen (tw). Schmunzeln im Bauausschuss: Das "multifunktionale" Spielgerät, das die Arbeitsgruppe aus Bad Eilser Ratsfrauen für den Spielplatz am Bergkurpark bestellt hat, ist "gigantisch".

veröffentlicht am 10.10.2006 um 00:00 Uhr

Genauer gesagt: "Es ist mit einer Länge von elf Metern so groß, dass es auf der einen Seite 70 Zentimeter aus der Erde ragt", berichtet Bürgermeister Horst Rinne während der jüngsten Zusammenkunft. Die Damen hatten die Rechnung offenbar ohne den Wirt - sprich: die Topographie der Anlage - gemacht. Und auf die Bestellung hatte keiner von den Herren mehr einen Blick geworfen, bevor sie abgeschickt wurde. Folge: Damit das Spielgerät angesichts des abschüssigen Geländes überhaupt aufgestellt werden kann, müssen Mitarbeiter des Bauhofes die künftige Standfläche mit einem Bagger ebnen und damit höhengleich machen. Folge aber auch: "Das Gerät kann diesen Herbst leider nicht mehr aufgestellt werden", bedauert Rinne. Denn der Boden müsse sich nach dem Ebnen zunächst setzen, damit er das Gewicht des Gerätes trägt. Damit müssen sich die Kinder bis zum Frühjahr 2007 in Geduld üben ... Wie berichtet, hatten die Politiker nach einem Ortstermin des Jugend- und Sportausschusses Ende Januar 2006 dafür votiert, den Spielplatz am Bergkurpark aus seinem Dornröschenschlaf zu reißen und "fit" zu machen. Vorangegangen war die entsprechende Bitte einer Elterninitiative aus der Nachbarschaft um Sprecherin Tatjana Snarr. Bemängelt hatten die rund 20 Unterzeichner vor allem, dass das Gelände aufgrund der vielen hohen Nadelbäume kaum einsehbar ist. Außerdem wünschten sich die Eltern eine Rutsche und einen Sandkasten für die Kinder. Mitte August war die Gemeinde, die für die Erneuerung 15 000 Euro bereit gestellt hat, tätig geworden, hatte zunächst das öffentliche WC abgerissen und eine der großen Fichten gefällt. Anlässlich des Baubeginns erläuterte Bürgermeister Horst Rinne die Entscheidung im August so: "Wir haben es uns nicht leicht gemacht, vor allem wegen der Steuergelder, die wir schon da hineingesteckt hatten, aber es ging einfach nicht mehr." Bauhofchef Meier ergänzte damals: "Durch die Hanglage des Daches reizte es die Kinder sehr, darauf zu spielen." Jetzt soll(te) mit dem Aufstellen des Spielgeräts auch der zweite Teil der Elternwünsche erfüllt werden ...

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