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Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen

veröffentlicht am 24.10.2014 um 00:00 Uhr

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Ob die „O-O-Regel“ für Winterreifen – von Oktober bis Ostern – in jedem Jahr gilt, sei zunächst einmal dahingestellt. Auf jeden Fall dürfen Autofahrer die frostige Jahreszeit und die damit verbundenen Gefahren nicht unterschätzen. „Sobald sich sinkende Temperaturen ankündigen, sollten Autofahrer auf wechselnde Wetterbedingungen und schwierige Straßenverhältnisse vorbereitet sein und ihre Fahrweise anpassen“, empfiehlt Experte Stephan Schweda. Ein frühzeitiger Wechsel auf Winterpneus hat Sinn. Denn letztlich kommt es darauf an, sich und andere im Straßenverkehr nicht zu gefährden. „Besonders bei schlechten Witterungsverhältnissen sind Sicherheit und Rücksichtnahme das oberste Gebot“, so Schweda.

Die Grenzen der Physik können indes auch die Winterreifen nicht aushebeln, so Schweda weiter: „Auf rutschigen oder gar vereisten Fahrbahnen kommt es auf eine defensive Fahrweise an. Mehr Abstand halten, behutsam beschleunigen und bremsen, die Höchstgeschwindigkeit reduzieren – das sind die wichtigsten Fahrsicherheitstipps für den Winter.“ Die Winterreifen geben dann zusätzliche Sicherheit – und sind ohnehin bei entsprechender Witterung vorgeschrieben. Wer auf Eis und Schnee noch mit Sommergummis unterwegs ist und von der Polizei angehalten wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. „Für den Winter geeignete Reifen sind mit M+S für Matsch und Schnee gekennzeichnet und haben ein Profil, das bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Schnee, Kälte und Glätte den nötigen Griff gewährleistet“, erläutert Stephan Schweda. Auch mit vereisten Scheiben in aller Eile zur Arbeit zu fahren, sei nicht zu empfehlen: Dafür drohen zehn Euro Bußgeld, bei einem Unfall sogar 35 Euro.

Keine Sorgen müssen sich Autofahrer wegen ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung machen: Die Versicherung übernimmt den Schaden des Unfallopfers in jedem Fall, auch wenn der Unfall-Verursacher mit Sommerreifen unterwegs war. Für die Vollkaskoversicherung gilt: die Schäden am eigenen Auto werden bezahlt, der Versicherungskunde geht nicht leer aus. Einzige Ausnahme dabei: wenn der Autofahrer vor Fahrtantritt hätte erkennen können, dass Sommerreifen angesichts der Straßenverhältnisse völlig ungeeignet sind. „Kommt es deshalb zu einem Unfall, kann die Versicherungsleistung anteilig gekürzt werden“, erklärt Stephan Schweda. (djd/pt).



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