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Es hat schon wieder gekracht: Sechster Unfall bei "Kilometer 1,0" in diesem Jahr / Kein Blitzer geplant

Auto und Schulbus bei Lüdersfeld verunglückt

Lüdersfeld (gus). Ein 29-jähriger Stadthäger ist am Freitag auf der Landesstraße 449 bei Lüdersfeld mit einem Schulbus zusammengestoßen. Der Bus hatte keine Passagiere an Bord, beide Fahrer erlitten einen Schock, teilte die Polizei mit.

veröffentlicht am 19.05.2008 um 00:00 Uhr

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Der 29-Jährige kam gegen 12.30 Uhr mit seinem blauen Opel in der nassen S-Kurve bei Kilometer 1,0 ins Schleudern, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen den Schulbus. Glück im Unglück: Der 47-jähriger Busfahrer hatte kurz zuvor die letzten Schulkinder abgesetzt. Die Wucht des Aufpralls beförderte den Opel in den Graben. "Wie durch ein Wunder", so der ermittelnde Polizeibeamte, wurde keiner der Fahrer äußerlich verletzt. Sanitäter behandelten die Männer wegen eines Schocks. An dem Auto entstand Totalschaden. Auch der Bus ist nach Polizeiangaben schwer beschädigt worden. Die gesamte Türkonstruktion sei verzogen und müsse ersetzt werden. Der Beamte schätzt den Schaden an beiden Fahrzeugen auf 20 000 Euro. Die Feuerwehr musste "erhebliche Mengen"Öl beseitigen. Offenbar hatte der 29-Jährige seine Geschwindigkeit nicht an die Wetterbedingungen angepasst. Und das passt ins Bild: An der S-Kurve bei Kilometer 1,0 sind in der Vergangenheit bei Regen verstärkt Unfälle registriert worden. Was die Fahrbahn am Freitag noch rutschiger gemacht haben dürfte, ist die Tatsache, dass es erstmals nach einer langen Trockenperiode regnete. Experten warnen an solchen Tagen, insbesondere in der Pollenflugzeit, vor extrem glatten Straßen. Der Grund: So lange es nicht regnet, sammelt sich jede Menge Staub und Blütenstaub auf den Fahrbahnen. Dieser vermischt sich mit dem Regenwasser zu einem tückischen Schmierfilm. Politiker aus Lüdersfeld und Umgebung fordern seit geraumer Zeit Maßnahmen zur Entschärfung der Kurve. Das hat dazu geführt, dass im vergangenen Jahr Tempo 50 auf ausladenden Tafeln ausgeschildert worden ist und die Fahrbahnmarkierungen verbessert worden sind. Genützt hat das offensichtlich wenig. Die Schulbus-Karambolage ist der sechste polizeilich registrierte Unfall in diesem Jahr. Bei den Diskussionen um die Kurve ist mehrfach ein Starenkasten gefordert worden. Die Unfallkommission des Landkreises hat dies bislang abgelehnt. Kreispressesprecher Klaus Heimann verteidigt diese Haltung auch nach dem Schulbus-Unfall. Es gebe bereits 16 "Blitzer" in Schaumburg und es sollten nicht zu viele werden. Nur an Unfallschwerpunkten würden Starenkasten aufgestellt. "Wo fängt man an und wo hört man auf?", fragt Heimann. Zwar habe die Unfallkommission die Lüdersfelder Kurve weiter im Blick. Nach aktueller Einschätzung ist diese jedoch nicht als "Blitzer"- Standort vorgesehen.



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