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Zwei junge Leute aus dem Extertal schwer verletzt / 14-Jähriger irrt geschockt auf der Straße umher

Auto prallt gegen Baum - 18-Jähriger sofort tot

Grupenhagen (ube). Am frühen Samstagmorgen prallte auf der Landesstraße 432 bei Grupenhagen (Flecken Aerzen) ein mit drei jungen Männern aus dem Extertal (14, 18, 19) besetzter VW Golf seitlich gegen einen Baum. Die Wucht war so groß, dass die linke Fahrzeugseite bis zur Mitte eingedrückt wurde. Für den Fahrer (18) kam jede Hilfe zu spät. Ein 19-Jähriger, der vermutlich auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Bruder (14) des Getöteten konnte, obwohl er nach Angaben der Polizei schwer verletzt war, aus einem Seitenfenster klettern.

veröffentlicht am 25.02.2008 um 00:00 Uhr

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Der erste Notruf wurde um 0.25 Uhr entgegengenommen - umgehend schickte die Leitstelle des Kreises den Notarzt aus Hameln, das mit einem Mediziner besetzte Intensivtransport-Mobil, zwei Rettungswagen und den Rüstzug der Feuerwehr Aerzen zur Unfallstelle. Polizisten, die als erste vor Ort eintrafen, kümmerten sich um den schwer geschockten und verletzten 14-Jährigen, der auf der Straße umherirrte. Die Fahrzeugtüren hatten sich verformt, sie ließen sich nicht mehr öffnen - aus Sicht der Ärzte war jedoch allerhöchste Eile geboten. "Wir sollten durch den Einsatz von Rettungsschere und Spreizer keine wertvolle Zeit verlieren, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Heinz Brand. "Deshalb haben wir eine Seitenscheibe eingeschlagen und den Schwerstverletzten so vorsichtig wie möglich durch das Fenster ins Freie gezogen. Gott sei Dank war das Opfer nicht im Fußraum eingeklemmt." Als die Menschenrettung beendet war, schnitten Freiwillige die Beifahrertür aus dem Wagen und bargen den Toten. Da zunächst unklar war, ob sich ein vierter Insasse in dem Wagen befunden hatte, suchten Feuerwehrleute mit Wärmebildkamera und Scheinwerfern mehrere Äcker ab. Später stellte sich heraus: Die jungen Leute aus dem Extertal waren zu dritt unterwegs. Wohin die Männer wollten, ist noch unbekannt. Fest steht nur: Sie waren in Richtung Groß Berkel unterwegs. Den von Ermittlern anhand von Spuren rekonstruierten Unfallhergang beschreibt Oberkommissar Jörn Schedlitzki so: "Nach den bisherigen Erkenntnissen kam das Auto beim Durchfahren einer leichten Linkskurve - vermutlich aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit - auf regennasser Fahrbahn nach rechts von der Straße ab." Als sich das Unglück ereignete, war es regnerisch und windig. Die Temperatur betrug plus 9 Grad. Eisglätte hat also keine Rolle gespielt. Die Polizei hat das Wrack beschlagnahmt - für eine mögliche technische Untersuchung. Die L 432 war bis 4 Uhr früh gesperrt. Erst am 13. Februar hatte sich auf dem kurzen Streckenabschnitt zwischen Grupenhagen und Bösingfeld ein schwerer Verkehrsunfall ereignet: Ein 23 Jahre alter Autofahrer aus dem Kalletal zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu.



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