weather-image
10°
Kunstausstellung bei Simon Glas / Gläsernes Pilotprojekt führt fünf Kooperationspartner zusammen

"Außergewöhnliches in der Realität sehen"

Bückeburg (bus). Die am Bückeburger Weinberg angesiedelte Simon Glas GmbH beschreitet neue Vermarktungswege. Erstmals in der Firmengeschichte präsentiert das zur Mindener Kölling-Gruppe gehörende Unternehmen die vielfachen Ge staltungs- und Verwendungsmöglichkeiten ihrer Erzeugnisse mit der Hilfestellung von zwölf Glaskünstlern.

veröffentlicht am 01.09.2008 um 00:00 Uhr

0000497813.jpg

"Um Novitäten bekannt zu machen, benötigt man fertige Projekte und keine Planzeichnungen", gab Geschäftsführer Dieter Kölling während der Eröffnung der Präsentation zu verstehen. "Außergewöhnliche Dinge muss man in der Realität sehen", pflichtete ihm Stephan Lamberts von der Glashütte Lamberts (Waldsassen) bei. Kölling und Lamberts bilden die Schwergewichte einer insgesamt fünfteiligen Kooperation, der außer den Kunstschaffenden die Firmen Pauli + Sohn (Beschlaghersteller) sowie Wacker Chemie (Klebstoffe) angehören. "Diese Pilotprojekt hätte die Möglichkeiten der einzelnen Partner überstiegen", unterstrich der Waldsassener. Alle Beteiligten hätten einen ganz tollen Job gemacht, lobte Lamberts bevor er einen Begriff aus der Businesssprache aufgriff, mit dem er die Vorteilhaftigkeit für alle teilnehmenden Parteien signalisieren wollte: "Wir erleben hier eine einwandfreie Win-win-win-win-win-Situation." Den künstlerischen Gewinnanteil teilen sich Jörg Ahlgrim (Zeven), Miriam Baumgardt-Fahl (Lüneburg), Corinna Busse (Schleswig), Birgit Große-Hamberg (Bremen), Tina Jacobs (Bremen), Gundula Menking (Buxtehude), Katja Neumann (Porta Westfalica), Ines Seidel (Bremen), Stefanie Schönlau (Hannover), Martina Schulz (Hannover), Karl-Heinz Tute (Bad Bevensen) und Sebastian Wenschauer (Salzgitter). Das Experten-Dutzend behandelte Themen wie Treppe, Dusche und Tür; Oberlichtscheibe, Lichtausschnitte und Spiegel; beleuchteter Würfel, Garderobe und Bambus-Paravent. Die mittels einer neuen Zweikomponenten-Silikonklebetechnik gefertigten Exponate verraten allesamt hohes handwerkliches Geschick. Gepaart mit findiger Auswahl von Farben und Formen entstanden Werke, die den zum Teil recht herkömmlichen Gegenständen zu außergewöhnlichen Akzenten verhelfen. "Mir kam es bei der Gestaltung meiner Tür darauf an, die wunderbare Brillanz, die gewaltige Farbkraft und die Einzigartigkeit der Gläser in den Vordergrund zu stellen", erläuterte Birgit Große-Hamberg. "Meine Garderobe soll ein Beispiel für den Einsatz des traditionell hergestellten, mundgeblasenen Echtantikglases in Verbindung mitder heutigen Architektur sein", legte Stefanie Schönlau dar. "Aus dem Zusammenwirken handwerklicher Fähigkeiten, technischer Präzision und gestalterischer Freiheit entstand ein individuelles Design-Objekt mit praktischen Nutzen", sagte Karl-Heinz Tute über einen von ihm realisierten Spiegel. Die Ausstellung im Verwaltungsgebäude von Glas Simon (Am Weinberg 20) ist bis Freitag, 26. September, von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr in Augenschein zu nehmen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare