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Das Kornmascher Erntefest begeistert Gäste, Sehleute und Veranstalter gleichermaßen

Ausrufezeichen hinter die Saison 2006 gesetzt

Bückeburg (bus). Die Trachtengemeinschaft der Kornmasch hat am Sonnabend ein dickes Ausrufezeichen hinter die Erntefestsaison 2006 gesetzt. Die Mascher Ahnebeier begeisterte Gäste, Sehleute und Veranstalter gleichermaßen. Während der innerstädtischen Darbietungen - Tanzstationen waren der Jetenburger Hof, der Marktplatz und der Schlossinnenhof - belohnte der Applaus von mehreren Hundert Zuschauern die Aktivitäten der Initiatoren. Und am Abend war auf Willi Weizenkorns Scheune kaum ein Bein auf die Erde zu bekommen.

veröffentlicht am 03.10.2006 um 00:00 Uhr

Kurt Römming überreichte Uwe Drinkuth die Reproduktion einer alt

Die Organisatoren - Pastor Ingo Röder: Liebe Kornmascher - hatten im Jahr der siebzigsten Wiederkehr ihrer Ortsgründung erneut eine an altes Schrot und Korn erinnernde Feier auf die Beine gestellt. Im Zug der wohl drei Dutzend umfassenden superb geschmückten Fahrzeuge spiegelte sich die gesamte Vielfalt der nun der Vergangenheit angehörenden Saison wider. Der etliche Hundert Meter lange Korso benötigte gut vier Stunden, um die wenige Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Ein spontaner Abstecher zu den seinerzeit ebenfalls überwiegend landwirtschaftlich engagierten Jetenburgern, wo die Umrundung des Kreisverkehrs Scheier/Hinüberstraße einer Weihe des jüngst fertiggestellten Bauwerks durch die zur offiziellen Freigabe nicht eingeladene Bevölkerung gleichkam, nagte zwar sehr am Zeitkonto des Umzugs, bereitete den Teilnehmern aber auch erhebliches Vergnügen. Ob der erstmals im Korso mitfahrende Kinder-Wagen der Kornmascher im Jetenburger Verkehrskarussell eine Extra-Runde absolviert hat, ist nichtüberliefert. Die Premiere der Nachwuchsabteilung ließ dessen ungeachtet Bückeburgs Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Harmening "um die Zukunft dieses Festes nicht bange" sein. Harmening, der sich in Kürze aus der Lokalpolitik der ehemaligen Residenzstadt zurückziehen wird, ließ es sich nicht nehmen, Erntebauer Willi Weizenkorn zum Ortsbürgermeister der Kornmasch zu ernennen. "Dies ist sozusagen meine letzte Amtshandlung", erläuterte der gut gelaunte Politiker. Für die 2007er Auflage der Mascher Ahnebeier stehen einige Änderungen in Aussicht. Pastor Röder ließ durchblicken, dass der Scheier "Kirchen-Wagen" im nächsten Jahr mit Musik ausgestattet werden soll. Ein per Verstärkeranlage mittellaut intoniertes "Lobet den Herrn" könne allen Erntefesten nur zum Vorteil gereichen. Darüber hinaus setzt die Kornmasch nach wie vor große Erwartungen in Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. Der zukünftige Polit-Rentner Harmening hatte sich 2005 für eine Teilnahme des Fürsten verbürgt. Dass das Mittun des Adligen - Harmening: Wir haben alle nur möglichen Hebel in Bewegung gesetzt - wieder einmal nicht geklappt hat, erregte insbesondere den Unmut der jugendlichen Teilnehmer. "Wir machen uns hübsch bis zum Gehtnichtmehr, und der Schlossherr tut sich auf dem Münchner Oktoberfest dicke", war eine der galanteren Äußerungen der beileibe nicht ungalanten jungen Trachtenträgerinnen.

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