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Auch für Teilzeit-Angestellte

Ausländische Qualifikationen werden schneller anerkannt

veröffentlicht am 15.12.2012 um 00:00 Uhr

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Keiner zweifelt daran, dass es auch im Ausland hoch qualifizierte Arbeitnehmer gibt, die beträchtliche Beiträge für eine funktionierende Wirtschaft leisten. Und dennoch war in Deutschland der Weg in eine entsprechende berufliche Position bisher meist schwer.

Betroffen waren keineswegs nur Menschen mit Migrationshintergrund. Auch Tausende von Deutschen, die sich im Ausland beruflich weiterqualifiziert haben, hatten Schwierigkeiten, ihr Knowhow in eine entsprechende Tätigkeit einfließen zu lassen. Der Grund war einfach: Es fehlten Richtlinien und Maßstäbe, um die ausländischen Abschlüsse einheitlich bewerten zu können. Viele Arbeitnehmer konnten sich daher nur eine Tätigkeit suchen, die weit unter ihrem eigentlichen Qualitätsniveau lag.

Seit dem 1. April hat sich die Situation durch die Neuregelung des Anerkennungsgesetzes deutlich verbessert, denn es ist nun viel leichter und schneller möglich, einen ausländischen Berufsabschluss zu bewerten. Bundesweit stehen mittlerweile nachvollziehbare und einheitliche Richtlinien zu beruflichen Auslandsqualifikationen zur Verfügung. Gesetzliche Verfahren und Kriterien für den Vergleich mit deutschen Referenzberufen wurden flächendeckend eingeführt.

Damit verbessert sich nicht nur die Integration von Migrantinnen und Migranten mit qualifiziertem Abschluss in den deutschen Arbeitsmarkt. Auch das Potenzial an Fach- und Führungskräften unter den ausländischen Mitbürgern wird deutlich besser erschlossen und wirkt dem drohenden Fach- und Führungskräftemangel entgegen. Denn im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bereits bei 19 Prozent. Und wie ein aktueller Bericht zeigt: Jeder vierte junge Europäer hat die Wahl, entweder in seinem Heimatland arbeitslos zu sein oder auszuwandern. (Quelle: zeit.de)

Gelingt die konsequente Umsetzung des Gesetzes, steigt für Fachkräfte im Ausland der Anreiz, für eine angemessene Tätigkeit nach Deutschland zu kommen. „Auch für junge ausländische Mütter, die nach der Babypause wieder ins Erwerbsleben einsteigen möchten, kann das immer größer werdende Angebot an flexiblen Arbeitsplatzmodellen in Deutschland von Nutzen sein. Hier eröffnen sich durchaus Karrieremöglichkeiten auch mit Kind“, so Petra Timm, Unternehmenssprecherin bei Randstad Deutschland.

Deutschland und seine Unternehmen haben durch die gesetzliche Neuregelung die Chance, diese Talente zukünftig deutlich besser zu nutzen. Auch der Personaldienstleister Randstad Deutschland beschäftigt sich innerhalb seiner Arbeitsmarktprojekte intensiv mit diesem Thema, um möglichst arbeitsmarktverträgliche Lösungen zu verwirklichen. Das Unternehmen engagiert sich sowohl in der internationalen als auch in der europäischen Interessenvertretung (CIETT und EUROCIETT) der Zeitarbeitsbranche. Randstad arbeitet in beiden Organisationen aktiv mit, um Branchenlösungen für europäische Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. Dazu gehören zukunftsorientierten Konzepte zum Thema Migration ebenso wie die länderübergreifende Entwicklung des europäischen Dienstleistungssektors. txn

Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen in Deutschland ist seit dem 1. April durch das neue Anerkennungsgesetz deutlich einfacher. Dies eröffnet auch jungen Müttern mehr Chancen in Deutschland einen hochqualifizierten Job zu finden.

Foto: Fotolia.com



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